Landau Und rein geht’s
In fast genau einem Jahr, am 6. Juli 2018, feiert das Westwallmuseum in Bad Bergzabern sein 20-jähriges Bestehen. Bei unserer RHEINPFALZ-Sommertour am Mittwoch haben Leser die Möglichkeit, bei einer besonderen Führung viel über das Leben der Wehrmachtssoldaten zu erfahren, die dort ihren Dienst verrichten mussten.
Auch über die Auswirkungen, die das wahnwitzige Bauwerk auf das Leben der normalen Bevölkerung hatte, gibt’s bei der Führung Infos. „Rund 600 landwirtschaftliche Betriebe mussten im Zuge des Westwallbaus ihren Betrieb einstellen“, weiß Martin Robert Galle. Er ist seit April ehrenamtlicher Leiter des Westwallmuseums. Der geschichtliche Aspekt ist ihm bei seiner Arbeit weitaus wichtiger als der militärische. Natürlich gibt es einiges an militärischem Gerät zu bestaunen, zum Beispiel eine Kanone. Galle und sein Helferteam wollen aber vor allem Verständnis für die Nöte der Bevölkerung in den umliegenden Dörfern wecken. Geöffnet hat das Museum von April bis November an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat. Gezeigt werden bei den Führungen zwei der drei Artilleriebunker. Sie sind die Einzigen in ganz Deutschland, die es vom Westwall noch gibt. Beklemmend wirken Enge und Kälte der Räume. Für 15 RHEINPFALZ-Leser gibt es etwas Besonderes: Auch der dritte Bunker wird bei der Sommertour geöffnet.