Landau „Stetiges, langsames Wachstum“: Metallbau Kost wird 25
Ob neues Eigenheim, Veranstaltungshalle oder Bürogebäude: Wenn bei einem Neubau Metall ins Spiel kommt, kann Thomas Kost helfen. „Wir machen Treppen, Innen- und Außengeländer, Tore, Balkone und vieles mehr. Das Portfolio ist breit gefächert und ist natürlich auf individuelle Wünsche ausgelegt“, sagt der Landauer über das Firmenkonzept. Seine Kunden sind Baufirmen, Architekten, aber auch Privatpersonen. Er kann inzwischen auf ein Vierteljahrhundert Berufserfahrung zurückblicken.
Dabei hat alles ganz klein angefangen. „Nach einer Ausbildung zum Industriemechaniker bei der BASF bin ich ins Handwerk gewechselt, habe mich 2000 als junger Kerl selbstständig gemacht. In den frühen Tagen war ich in einer alten Lackiererei der Firma Gummi-Mayer in Landau Nord, habe die Handarbeit und das Büro alleine geschmissen.“ Es folgten mehrere Standortwechsel, unter anderem in eine weitere ehemalige Räumlichkeit von Gummi-Mayer in der Straße Im Justus, und die Gründung einer GmbH. 2015 entstand dann der Neubau in der Max-Planck-Straße, wo die Firma bis heute einen Sitz mit großer Werkstatt hat.
Der Handwerksberuf mache Spaß, sei kreativ und erfüllend, sagt Kost. Er vermisst es, in der Werkstatt mit anzupacken, verbringt er doch inzwischen schon lange seine Arbeitszeit nur noch im Büro. Nach weiteren großen Meilensteinen oder spektakulären Hoch- und Tiefpunkten gefragt, zuckt der Chef mit den Schultern. „Damit kann ich eigentlich nicht dienen. Die Geschichte meines Betriebs ist die eines gesunden, stetigen, langsamen Wachstums. Von der One-Man-Show damals bei Gummi-Mayer bis heute.“ Und eine solche Geschichte wünscht sich ja eigentlich auch jeder Selbstständige.
Ausufernde Bürokratie ist ein Hemmschuh
Die aktuelle Lage sei allerdings nicht ganz so rosig. „Es ist schwieriger geworden am Bau. Unser Umsatz ist leicht rückläufig. Das LGS-Gelände ist fast vollständig bebaut. Der klassische Wohnungsbau ist allgemein stark zurückgegangen. Wir machen viel Projektarbeit, und ohne diese Bauprojekte gibt es einfach weniger zu tun.“ Wie viele andere hat Kost auch an der immer weiter ausufernden Bürokratie zu knabbern. „Ich muss viel Energie aufwenden, um den Rahmenbedingungen zu entsprechen. Es bleibt uns nichts übrig, als dagegenzuhalten, uns noch mehr anzustrengen, die Preise zu senken, beziehungsweise sie trotz höherer Betriebskosten gleich zu lassen.“
Mittelfristig möchte er bei seinen sieben Mitarbeitern bleiben, Raum für Vergrößerung sieht er aktuell nicht. Dennoch bleibt er optimistisch. Handwerk könne man schließlich nicht bei Amazon bestellen. Sein Ziel für seine verbleibenden Arbeitsjahre ist es, seinen Betrieb gesund zu halten und ihn irgendwann an einen Nachfolger zu übergeben. „Da muss ich mir aber erst noch jemanden heranziehen. Meine Tochter wird es vermutlich nicht machen.“