LANDAU RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt Landau möchte Zusatzbusse länger einsetzen

Die Zusatzbusse kosten täglich knapp 5000 Euro.
Die Zusatzbusse kosten täglich knapp 5000 Euro.

Um die Situation in den Schulbussen angesichts der Corona-Pandemie zu entzerren, lässt die Stadt Landau derzeit zehn Sonderbusse fahren. Das Angebot endet im Dezember. Mobilitätsdezernent Lukas Hartmann möchte es verlängern.

Corona wirkt sich auf das gesellschaftliche Leben aus, und es ist kein Ende in Sicht. Deshalb muss auch der Schülertransport wieder auf die Agenda. Die Stadt Landau hatte im September zehn Zusatzbusse geordert, die auf 16 Linien täglich 25 Sonderfahrten absolvieren. Beigeordneter Hartmann schlägt vor, dies zunächst einmal bis Ende März beizubehalten. Allerdings könne auf einen Bus verzichtet werden, weil er nicht angenommen werde, sagte Hartmann der RHEINPFALZ auf Anfrage.

Der Mobilitätsausschuss wird sich am 11. November mit dem Thema befassen, der Stadtrat dann am 17. November. Beide Gremien müssen die Mittel freigeben. Es geht um weitere 200.000 Euro. Das aktuelle Angebot belastet den städtischen Haushalt mit 300.000 Euro, 4782 Euro pro Tag. Laut Sitzungsvorlage hatte der Stadtrat 500.000 Euro für 15 Busse bis Dezember freigegeben. Täglich fahren über 4000 Schüler mit dem Bus nach Landau. Sie verteilen sich auf rund 100 Fahrten.

Landesregierung fördert drei Busse

Das Land hat angekündigt, die Kosten für die Sonderfahrten zu 90 Prozent zu fördern. Laut Hartmann gilt die Zusage in Landau für drei Busse. Er will eine weitere Förderung bis zu den Osterferien beantragen.

Bei der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses Anfang Oktober war diskutiert worden, wann Entscheidungen über die Verlängerung der Sonderfahrten fallen sollen. Eine Dauerlösung sieht die Verwaltung aus Kostengründen darin nicht. Ralf Bernhard, Leiter der Abteilung Straßenbau und Mobilität, sprach von einer siebenstelligen Summe.

SPD-Fraktionschef Florian Maier hat am Montag die Stadt- und die Kreisverwaltung aufgefordert, die zusätzlichen Busse auch nach den Weihnachtsferien auf die Straße zu schicken.

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