Landau
Südpfalz: Rosa Rummel und Christina Fischer sind Weinprinzessinnen
Zur 81. pfälzischen Weinkönigin wurde am Freitagabend im Neustadter Saalbau zwar Anna-Maria Löffler aus Haßloch gewählt, doch die beiden Kandidatinnen aus der Region, Christina Fischer aus Göcklingen und Rosa Rummel aus Landau-Nußdorf, werden als pfälzische Weinprinzessinnen ebenfalls die Pfalz und deren Wein zwölf Monate lang auch überregional repräsentieren.
Nicht gewonnen – aber dennoch super Stimmung bei den Fans: „Christina du bist unsere Königin“ war da auf einem Plakat zu lesen. Die Nußdorfer unterstützten ihre Rosa Rummel ganz passend mit rosa Fähnchen, Stirnbändern und vielem mehr. Obwohl es am Ende nicht ganz zum Sprung auf das oberste Siegertreppchen reichte, waren beide Damen überwältigt von den Eindrücken. „Es war ein ereignisreicher Tag voller Emotionen, einfach schön. Ich habe das Beste aus mir herausgeholt. Sicher bin ich auch etwas enttäuscht, aber als Prinzessin warten ja nun auch ein Jahr lang schöne Aufgaben auf mich“ blickte Christina Fischer voraus. „Ich bin einfach total begeistert von diesem Tag. Es ist unglaublich was die Nußdorfer für mich auf die Beine gestellt haben. Nachher geht’s bei uns zu Hause weiter, alles ganz in rosa. Ich spüre auch wirklich keine Enttäuschung“ zeigte sich Rosa Rummel in bester Laune.
Offizielle Empfänge waren für Freitagabend noch nicht geplant, also ging es erst mal zur nächtlichen Nachfeier in die elterlichen Weingüter der Fischers und Rummels. Es hätten sich vier starke Kandidatinnen gezeigt, alle vier hätten sich prima verstanden. Allein schon deshalb könne von Neid auf die Siegerin Anna-Maria Löffler überhaupt keine Rede sein, betonten die beiden Prinzessinnen unisono.
Bessere Stimmung als auf der Lauterer Westtribüne
Begonnen hatte der Tag schon um zehn Uhr. Die Anwärterinnen mussten sich den Fragen der rund 60-köpfigen Fachjury stellen. Über welch profundes Wissen alle vier verfügen, zeigten die Veranstalter in den Filmausschnitten der Befragungen während der Show. Der Abend im ausverkauften Neustadter Saalbau begann mit einer Wahnsinnsstimmung – phänomenal ging es vor allem auf dem Oberrang zu. Die Fanblocks der Kandidatinnen lieferten sich einen stadionreifen akustischen Schlagabtausch. Bei der Vorstellung der jeweiligen Damen brach ein wahrer Stimmungsorkan los. Die Westtribüne auf dem Lauterer Betzenberg gleicht in ihrem aktuellen Zustand dagegen eher einem Ort der Stille.
Kurzweilig waren die einzelnen „Vorstellungsgespräche“, bei der von Ex-Weinkönigin Janina Huber und Markus Hoffmann vom Rhein-Neckar-Fernsehen moderierten Veranstaltung. Mit den Worten „Ich reise zwar sehr gerne, aber die Pfalz ist einzigartig“ sammelte Rosa Rummel gleich Pluspunkte. Sie hat auch außergewöhnliche Talente, so kennt sie „Tritsch, tritsch“, den Lockruf der Elwetritsche. Dann stellte sich die begeisterte Mountainbike-Fahrerin Christina Fischer ihrer Aufgabe. „Der Wein in seiner ganzen Bandbreite ist meine große Leidenschaft“ ließ sie alle wissen, ehe sie Pfälzer Wein meisterhaft bei der Eröffnung der Fashion-Week in Berlin präsentierte und dies meisterhaft verstand.
Es warten Highlights – und viel weniger Freizeit
Bei Schnellraterunden im Stile des TV-Klassikers „Dalli Dalli“ aus den 1970er-Jahren agierten die Damen gemeinsam. Im Team wurde auch gekämpft, als es darum ging, Sehenswürdigkeiten aus der Pfalz aus vier verschiedenen Bildern zu erkennen. Einer blind ausgewählten Flasche Wein galt es, das ihrem Inhalt gemäß am besten passende Glas zuzuordnen. Eine Küraufgabe für die jungen Damen, die sich hier keine Blöße gaben.
Dann endlich trat Boris Kranz, Vorsitzender der Pfalzwein-Werbung, welche die Wahl organisiert, mit dem magischen goldenen Umschlag auf die Bühne. Der Bekanntgabe folgte ohrenbetäubender Jubel aus dem Fanlager der Siegerin. Für Kranz recht überraschend setzte sich Anna Löffler bereits im ersten Wahlgang durch. „Das hatte ich so nicht erwartet.“
Die bisherige Weinkönigin Meike Klohr aus Neustadt fasste ihr vergangenes Jahr auch für ihre Prinzessinnen zusammen. „Wir hatten viel Spaß und einzigartige Erlebnisse. Es war eine Aneinanderreihung von Highlights.“ Diese Erlebnisse warten nun auf die Nachfolgerinnen. Bei rund 300 Auftritten wird deren Freizeit in den nächsten zwölf Monaten allerdings etwas knapper als bislang gewohnt bemessen sein.