Landau
Regionale Küche im Malerviertel
Zuallererst konnten sich Familie, Freunde und sonstige Förderer vom Ehepaar Brosch verwöhnen lassen. Als Zeichen des Danks für die tatkräftige Unterstützung während der Umbauarbeiten hatten die Gastgeber ihnen vorab unter anderem Buchweizen-Röstis und Rhabarber-Salat sowie geschmorten Rinderbug serviert. Und damit einen Vorgeschmack darauf gegeben, was sie zukünftig am Herd ihres Arbeitsplatzes im Landauer Malerviertel zubereiten möchten: regionale Speisen mit vegetarischen beziehungsweise veganen Akzenten, für die vor allem Rebecca Brosch, selbst Vegetarierin, sorgen möchte.
Lieferengpässe, Altlasten, Corona
Auf diesen Tag hatte das Paar lange hingearbeitet – und wegen unvorhergesehener Dinge mehrere zeitliche Rückschläge hinnehmen müssen: Mal musste aufgrund der in der Baubranche vorherrschenden Lieferengpässe auf Materialien gewartet werden, mal kamen im Zuge der Umbauarbeiten Altlasten zum Vorschein, sodass mehr Zeit investiert werden musste als gedacht. Und zuletzt zogen sich Verwaltungsangelegenheiten in die Länge, unter anderem wegen erkrankungsbedingter Personalausfälle bei den Behörden ließen die Genehmigungen für das Gewerbe länger auf sich warten. Wollten die Broschs ursprünglich im August 2021 loslegen, können sie das nun ein halbes Jahr später machen.
Leerlauf hatten Rebecca und Simon Brosch, beide gelernte Köche, allerdings nie. Sie nutzten zuletzt die Zeit, um das Personal zusammenstellen. Nun sei das Team gut aufgestellt, um an den fünf Öffnungstagen in der Woche ab 7.30 beziehungsweise 9 Uhr Gäste zu empfangen und ihnen das Frühstück an den Tisch zu bringen. An den beiden Werktagen Mittwoch und Donnerstag schließt das Lokal um 16.30 Uhr, am Freitag und am Wochenende jeweils um 22 Uhr.
Biergarten in Planung
Selbstbedienung könnte es dagegen im überdurchschnittlich großen Garten hinter dem Gebäude geben, den die Broschs nicht nur für diverse Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen zur Verfügung stellen möchte. Auch schwebt den Betreibern eine Art Biergarten vor. Dafür könnte die Theke draußen unter dem fest installierten Pavillon eingerichtet werden, Sitzplätze könnte es an den Biertischgarnituren geben. „Diese Ideen wollen wir allerdings erst im Sommer 2023 umsetzen“, berichtet Simon Brosch.
Jetzt gehe es vor allem darum, sich einen Kundenstamm im Norden der Stadt aufzubauen. Und dabei sollen auch die jüngeren Besucher nicht zu kurz kommen, wie der Familienvater berichtet. Für die Kleinen sollen noch zwei Spielgeräte im Garten aufgestellt werden. So als eine Ergänzung zu den Spielmöglichkeiten, die es auf dem Spielplatz im benachbarten kleinen Park gibt.