Landau Prozess wegen versuchten Mordes in Bad Bergzabern am Montag fortgesetzt
Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung muss sich derzeit ein 53-Jähriger aus Bad Bergzabern vor dem Landgericht Landau verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, im Sommer vergangenen Jahres 18-mal auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau eingestochen zu haben. Der Angeklagte kann sich nur lückenhaft an den Tattag erinnern. Immerhin hatte er zur Tatzeit 2,1 Promille. Am gestrigen dritten Verhandlungstag sagten mehrere Zeugen aus. Dabei gab es bei der Charakterisierung des Angeklagten eine große Spannbreite. Als zuvorkommend, liebevoll und zärtlich beschrieb ihn die neue Lebensgefährtin, als gewalttätig, aggressiv und beratungsresistent eine Sozialarbeiterin, die als Familienhelferin einst den Angeklagten, seine Ehefrau und den heute fünfjährigen Sohn betreut hatte. Nachdem er am Tattag zufällig auf seine Noch-Ehefrau und den Sohn getroffen war, rastete er später aus. „Ich mach’ jetzt Nägel mit Köpfen“, soll er zu seiner Lebensgefährtin gesagt haben, bevor er sich auf den Weg zum Tatort machte. Wenig später meldete er sich telefonisch bei seiner neuen Freundin: „Ich habe sie abgestochen. Ich seh’ aus wie die Sau – und der Kleine weint“, soll er dabei gesagt haben. Der damals vierjährige Junge hat die Tat zu einem Großteil mitansehen müssen.