Landau Platz-Probleme

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Der Name „Dorfplatz“ ist nach dem Willen des Godramsteiner Ortsbeirats bald Geschichte. Künftig soll er „Margot-Erlenwein-Semmler-Platz“ heißen. Abgelehnt hingegen wurden die Pläne der SPD-Fraktion zur Umgestaltung des Parkplatzes.

„Von der Treppe soll eine gerade Schleuse ohne Parkplätze bis zum Brunnen entstehen“, wünschte sich Hans-Peter Baur (SPD). Also Freiraum für Familien und Kinder. „Wenn die Parkplätze strukturiert werden, gehen keine verloren“, warb Baur für seinen Vorschlag. Um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und Ideen durchzusprechen, traf sich das Gremium Mittwochabend am Dorfplatz. Mit großer Mehrheit lehnten die Räte ab, letztlich stimmten nur die beiden anwesenden SPD-Mitglieder und Renate Steigner-Becht (Grüne) dafür. Ein Ratsmitglied enthielt sich. Einstimmig angenommen wurde dagegen der Vorschlag, eine Infotafel bei der Treppe aufzustellen. Auf der einen Seite sollen die Künstler aufgelistet werden, die in Godramstein gelebt und gewirkt haben. Darunter sind bekannte Namen wie Max Slevogt oder Adolf Kessler. Auf der Rückseite der Tafel soll auf einer Karte der Weg zu Sehenswürdigkeiten eingezeichnet werden. Die Entscheidung, den Platz in „Margot-Erlenwein-Semmler-Platz“ umzubenennen, spaltete den Rat. „Einen Dorfplatz gibt’s in jedem Dorf, so haben wir ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Klaus Nohr (CDU). Hans Volkhardt (FWG) hielt die Benennung für unangemessen. Wenn Erlenwein einen Platz bekomme und andere Künstler wie Slevogt nur Straßennamen, würde man die Leistung Erlenweins im Vergleich überbewerten. Die CDU-Mehrheit überstimmte die anderen Räte mit acht zu sechs. Die erhoffte Tempo-30-Zone in der Hauptstraße werde wohl vorerst nicht kommen, sagte Ortsvorsteher Michael Schreiner. Dafür liege die Kita zu weit weg von der Straße. Der Christdemokrat schlug vor, in einer ersten Phase die Autos zu zwingen, in den gekennzeichneten Flächen zu parken. Dies verlangsame den Verkehr. Erst, nachdem das ausprobiert worden sei, werde der Landesbetrieb Mobilität (LBM) einer Tempo-Begrenzung zustimmen. Probleme verursachten auch Autofahrer, die aus Siebeldingen ins Dorf kommen: Viele Autos nutzten die Gehwege als Ausweichfläche, argumentierte Baur. Die SPD schlug vor, den Gehsteig zu sichern oder zu erhöhen. Das solle erst die letzte Möglichkeit sein, entgegnete Schreiner. Das Raser-Problem sei bekannt. Aber auch in diesem Fall hoffe er, dass gefüllte Parkboxen den Verkehr abbremsen. Eine andere Idee brachte Nohr ins Spiel: Die Geschwindigkeits-Anzeige könne umgehängt werden. „Damit können wir die Fahrer sensibilisieren.“ Auch dieser Vorschlag wurde mit neun Gegenstimmen und drei Enthaltungen abgelehnt. INFO Die Aktion „Saubere Landschaft“ startet am Samstag um 8.30 Uhr am Godramsteiner Sportplatz.

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