Landau „Partnerschaft lebt von Begegnung“

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Seit fast 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Kirchengemeinde Billigheim-Ingenheim und der Presbyterian Church of Ghana in Prestea. Vor wenigen Tagen ist Rainer Fischer, Gemeindediakon und Mitarbeiter des Missionarisch-Ökumenischen Dienstes (MÖD) von einer Ghanareise zurückgekehrt.

5500 Kilometer liegen zwischen Billigheim-Ingenheim und Prestea in Ghana – eine Flugzeit zwischen sechs und acht Stunden. Doch trotz der großen Entfernung hat sich zwischen den beiden Kirchengemeinden eine lebendige Partnerschaft entwickelt. Prestea ist eine Kommune mit rund 25.000 Einwohnern in einer ehemaligen Goldgräberregion. Doch von Goldrausch ist dort schon lange nichts mehr zu spüren, die Arbeitslosenquote liegt bei 90 Prozent, die Menschen leben von dem bisschen, das sich mit Handel und Landwirtschaft verdienen lässt. Bereits 1999 gab es unter Mitarbeit der Baseler Mission und des Missionarisch-Ökumenischen Dienstes ein Work-Camp mit jeweils acht Jugendlichen aus der Pfalz und Ghana unter der Leitung von Gemeindediakon Rainer Fischer. Ein Jahr später hat das Presbyterium Prestea als Partnergemeinde ausgewählt, woraufhin sich innerhalb der Kirchengemeinde der „Ghanakreis“ bildete – eine Gruppe engagierter Frauen und Männer um Rainer Fischer, wie beispielsweise Isabel von König, Ralf Piepenbrink oder Herbert Herwegh. 2002 flogen Fischer und Herwegh dann erneut für einen Arbeitsbesuch nach Ghana. „Partnerschaft lebt im Wesentlichen von der Begegnung“, sagt Fischer. Dementsprechend gab es seither drei Partnertreffen in Billigheim-Ingenheim und fünf in Ghana. Im Zuge dieser Partnerschaft entstanden ein Gemeindehaus und eine Kirche. Vor wenigen Tagen ist Rainer Fischer von einem 16-tägigen Ghana-Aufenthalt zurückgekehrt und zeigte sich erneut begeistert von der Freundlichkeit der ghanaischen Partner. Zudem berichtete er von dem aktuellen Projekt, in dem Ort Nkwanta ein Hospital zu errichten. Das Hospital soll die medizinische Versorgung in Notfällen gewährleisten, da die nächste Krankenstation weit entfernt ist und aufgrund schlechter Straßen und fehlender Verkehrsmitteln, schlechten für Verletzte, Kranke oder Schwangere nur schwer zu erreichen ist. Die für den Bau benötigte Geldsumme liegt nach Fischers Berechnungen bei rund 30.000 Euro. Ein weiteres wichtiges Anliegen des „Ghanakreises“ ist die Förderung und Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation. Für 70 ghanaische Kinder konnten bereits Paten gefunden werden, weitere Paten werden noch gesucht, wie Fischer und von König erläutern. Mit den dafür erforderlichen 40 Euro pro Jahr werden Kindergarten- und Schulbesuche, Computerkurse und Ähnliches finanziert. Damit, so sind die Mitarbeiter im Ghanakreis überzeugt, leistet die Kirchengemeinde für Ghana einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Um weitere Hilfe zu finanzieren, sammelt die Kirchengemeinde Spenden, organisiert Aktionen und Projekttage und verkauft Produkte aus Ghana wie Ketten, Armbänder oder Broschen. Kontakt —Isabel von König, Telefon 06349 3551, E-Mail vonkoenig@online.de — Rainer Fischer, Telefon 06349 7654, E-Mail fischer@moed-pfalz.de

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