Nussdorf RHEINPFALZ Plus Artikel Nußdorfer Ortsvorsteher fremdelt mit dem Stadtrat

Thorsten Sögding
Thorsten Sögding

Thorsten Sögding, Ortsvorsteher von Nußdorf und CDU-Stadtratsmitglied, wird sich bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht mehr für den Stadtrat aufstellen lassen. Dies hat er auf Anfrage bestätigt. Gerüchte, wonach er der CDU den Rücken kehren wolle, hat er als falsch zurückgewiesen.

Als Grund für seinen Rückzug aus dem Stadtrat nennt der promovierte Chemiker die hohe zeitliche Belastung durch Beruf und Ortsvorsteheramt, zu dem unter anderem auch der Vorsitz im Kita-Verein gehört, sowie die Stadtrats- und Ausschussarbeit. Da bleibe für die Familie kaum noch Zeit. Den hohen zeitlichen Aufwand könne er nicht mehr leisten. Sögding räumt aber auch ein, dass er mit dem kommunalpolitischen Kurs in Landau nicht rundum zufrieden ist. Er sehe seine Prioritäten in der derzeitigen Konstellation – es gibt eine Koalition aus Gründen, CDU und FDP – , als nicht zu verwirklichen an.

„Immer unattraktiver“

Er hätte sich eine Aufwertung der Innenstadt unter anderem als Einkaufsstandort für ein großes Umland gewünscht. Doch am Beispiel seiner 84-jährigen Mutter, die nicht mit dem Lastenrad zum Einkaufen fahren könne, sehe er, wie die Einkaufsmöglichkeiten immer unattraktiver würden und dass Kunden ins Umland auswichen. Dies kann man als Kritik an der Grünen-Verkehrspolitik lesen.

Sögding bedauert zudem, dass das Land die Kommunen chronisch unterfinanziere und ihnen jegliche kommunalen Handlungsspielräume nehme. Nur um Pflichtaufgaben der Kommunen zuzustimmen, sei ihm der Zeitaufwand zu hoch. Als Ortsvorsteher will Sögding erneut antreten.

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