Mörzheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Straße abgelehnt, es bleibt bei einem Weg

Die Jakob-Becker-Straße endet an dieser Stelle. Ins benachbarte Neubaugebiet wird es von hier aus nur einen Rad- und Fußweg gebe
Die Jakob-Becker-Straße endet an dieser Stelle. Ins benachbarte Neubaugebiet wird es von hier aus nur einen Rad- und Fußweg geben.

Das Neubaugebiet Am Schlittweg am Rand von Mörzheim wird nicht mit einer Straße an die angrenzende Jakob-Becker-Straße angeschlossen, sondern nur mit einem Rad- und Fußweg. Der kann aber im Notfall von Rettungskräften befahren werden.

Das hat der Bauausschuss beschlossen und sich damit über frühere Überlegungen des Ortsbeirats hinweggesetzt. Wie berichtet, hatten Mitglieder der Ortsbeiratsfraktionen von FWG, SPD und CDU mit Verärgerung darauf reagiert, dass der Wunsch des Ortsbeirats nach einer Straßenverbindung von der Stadt ignoriert werde. Mehr noch: Sie hatten Zweifel, ob Ortsvorsteherin Dorothee Müller (CD) diesen Wunsch überhaupt der Verwaltung weitergeleitet habe.

Das hat sie, wie im Ausschuss deutlich wurde. Doch die Verwaltung hält nichts von den Überlegungen, weil dadurch viel Platz gebraucht und weil vermeidbarer Schleichverkehr in beide Baugebiete gelockt würde, erläuterte Bauamtsleiter Christoph Kamplade. Außerdem folge man dem dringenden Wunsch sämtlicher Anlieger der Jakob-Becker-Straße.

FWG ist sauer

Damit zog er den Zorn von Wolfgang Freiermuth (FWG) auf sich, der die Entscheidung als Schlag ins Gesicht des Ortsbeirats bezeichnete. Lea Saßnowski (Grüne) sieht das anders: Die Planung sei im 21. Jahrhundert angekommen, der Ortsbeirat brauche aber vielleicht noch ein bisschen, stichelte sie.

Ansonsten wird das Baugebiet von der Impflinger Straße aus mit einer schmalen Ringstraße erschlossen, die als Einbahnstraße angelegt wird. Zwischen dieser Ringstraße und der Jakob-Becker-Straße gibt es als Verbindung einen mit Poller versperrten Rad- und Fußweg. Im Gebiet können etwa 43 Wohneinheiten entstehen, überwiegend in Einfamilien- und Doppelhäusern, aber auch in einem Mehrfamilienhaus an der Impflinger Straße.

Versickerung schwierig

Weil der Untergrund nur wenig wasserdurchlässig ist, werden Entwässerungsmulden und Rigolen (unterirdische Versickerungseinrichtungen) angelegt sowie Flachdächer zur Wasserrückhaltung verwendet. Letzteres passiert am Rand des Wohngebiets, während in dessen Innenbereich auch andere Dachformen zulässig sind, sofern sie mit Solaranlagen belegt werden und Zisternen gebaut werden.

Letztlich stimmte der Ausschuss bei zwei Gegenstimmen der FWG für den Plan der Verwaltung.

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