Landau Nach Lynch-Aufruf: Stadtverwaltung berät über Rückzug von Facebook
Die Landauer Stadtverwaltung überlegt unter anderem, sich aus dem sozialen Netzwerk Facebook zurückzuziehen und ihre Öffentlichkeitsarbeit zu verändern. Anlass ist die Forderung eines Nutzers auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung, Bürgermeister Lukas Hartmann (Grüne) zu lynchen. Hartmann hatte daraufhin den Rückzug der Stadt von der Plattform gefordert.
Der Stadtvorstand, neben Hartmann auch Oberbürgermeister Dominik Geißler und Beigeordnete Lena Dürphold (beide CDU), habe sich mit der Ausrichtung des Accounts befasst, teilt Stadtsprecherin Sandra Diehl auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. „Die Pressestelle wird nun verschiedene Varianten ausarbeiten – von einer inhaltlichen Neuausrichtung bis hin zu alternativen Kommunikationswegen – und diese dem Stadtvorstand zur Entscheidung vorlegen.“
Man sei sich im Rathaus der Herausforderungen auf sozialen Medien bewusst, sagt Diehl weiter. „In vielen Diskussionen steht leider nicht mehr der sachliche Austausch im Vordergrund, sondern zunehmend unsachliche Beiträge und Hasskommentare. Gleichzeitig wissen wir, dass es eine große schweigende Mehrheit gibt, darunter viele ältere Bürgerinnen und Bürger, die die Informationen direkt von der Stadt dort weiterhin zu schätzen wissen.“