Landau Mit vereinten Kräften
Hand in Hand sollen die Arbeiten an der Böhämmer-Grundschule in Bad Bergzabern vorangehen. Mit Schaufel, Hacke und Spaten in der Hand steht die Klasse 10 BO der Realschule plus des Alfred-Grosser-Schulzentrums mit den Grundschülern der Arbeitsgemeinschaft Schul-Imkerei parat, um acht Kornelkirschenbäume direkt neben dem Aufgang zur Schule zu pflanzen. Die Pflanzaktion soll nicht nur dazu dienen, das Schulgelände zu verschönern, sondern auch, um für allerlei Kleinstlebewesen, insbesondere Bienen, einen Lebensraum zu bieten. Für die Jungen und Mädchen heißt es also: ran an die Bäume, die vom Imkerverein Bad Bergzabern gespendet worden sind. Grundschullehrerin Evelyne Mandery, die die AG leitet, sowie Alexandra Schwerdt und Peter Jung von der Klasse 10 BO erklären den Schülern anfangs, wie weit die Erde ausgegraben werden muss, um die Pflanze in das Buddelloch so einzusetzen, dass ihre Standfestigkeit auch gewährleistet ist. Die Grundschüler Artur Dietz und Denic Dogan machen sich einen kleinen Spaß daraus und erklären sich gegenseitig: „Das mit den Blättern muss wohl nach unten.“ Die beiden Schüler lachen dabei. „Nein“, erklärt schmunzelnd die BO-Schülerin Celine Bohl, die mit ihren Klassenkameraden am Alfred-Grosser-Schulzentrum ihren berufsqualifizierenden Abschluss machen kann. „Genau andersrum.“ Aber klar doch, auch die beiden Viertklässler wissen, wie es richtig geht. Flott geht das Ausbuddeln der Erde und das Einsetzen der zweijährigen Kirschbäumchen. Dazu sagt Lehrer Peter Jung: „Das Wetter hat mitgespielt. Weil es gestern noch geregnet hat, ist es heute umso leichter, die Erde auszuheben. Auch Dank des Hausmeister und der Verbandsgemeinde, die die Erde durchgefräst und nochmals Mutterboden ausgestreut haben. So ist alles besser für uns.“ Evelyne Mandery erklärt, dass der November ideal sei, um die Kornelkirschenbäume zu pflanzen „Denn da“, so sagt Mandery, die auch im Imkerverein Bad Bergzabern engagiert ist, „wurzeln sie am besten an.“ Wenig später ist ein „Okay“ von BO-Schüler Marcel Ackermann aus Schweigen-Rechtenbach zu hören. Mitschüler Abidinoor Ali aus Bad Bergzabern stammt aus Somalia und erklärt: „Meine Familie hat auch in meinem Herkunftsland Bäume gepflanzt.“ Von daher kenne er sich damit aus. „Ich mache derzeit auch ein Praktikum im Kakteenland Steinfeld, dass gefällt mich echt gut.“ Melissa Rais und Hamida Gasi, ebenfalls aus der Zehnten, arbeiten mit den beiden Viertklässlerinnen Julietta und Karina eifrig zusammen. „Ey, das klappt echt gut.“ Auch Celine, Thomas, Sayed Ali, Artur, Marcel und Denic legen gemeinsam Hand an, um das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Peter Jung gibt ihnen noch den Tipp: „Nach dem Einsetzen noch mal Wasser geben. Das ist gut für die Pflanze.“ Dann ist es geschafft, die Bäumchen stehen. Das Fazit aller Jugendlichen: Klasse, das man mit vereinten Kräften so was für die Umwelt tun konnte. Evelyn Mandery erzählt: „Im Frühjahr werden noch Kräuter zwischen den Bäumchen gepflanzt. So haben wir dann auch für unsere Schulküche immer etwas Frisches.“ Peter Jung, erklärt anschließend, dass die Schüler der 10 BO bei vielen solcher Aktionen übers Jahr dabei sind, wie zum Beispiel im Freibad oder auch in den Gärten der Pro-Seniore-Residenz. So können die Jugendlichen durch praktische Erfahrungen feststellen, was für ein Handwerk ihnen am besten gefällt.