Landau
Mit Secco und Mate: Godramsteiner erobert Getränkemarkt in Deutschland
Manch einer hat als Kind schon einmal am Straßenrand versucht, selbstgemachte Limonade an Passanten zu verkaufen. Kaum einer wird es damit so weit geschafft haben wie Mark Reimer. Der Godramsteiner hat sich diesen Kindheitstraum verwirklicht und vertreibt mittlerweile, gemeinsam mit seinen drei Freunden Jonas, David und Paul eine eigene Getränkemarke.
„Unser Getränk heißt Sate, eine Mischung aus Secco und koffeinhaltigem Mate-Tee“, erzählt der Student. Er und seine Freunde hätten das beliebte Mischgetränk während ihres Bachelor-Studiums in Karlsruhe selbst gerne zubereitet und seien dann, vor eineinhalb Jahren, auf die Idee gekommen, es mit einer eigenen Getränkemarke zu versuchen. Dass es sich um ein alkoholisches Getränk mit zusätzlichem Koffein handelt, ist hierbei kein Zufall. Denn: Die vier Freunde sind in Karlsruhe tief in der Kunst- und Technoszene verwurzelt und fanden dort auch ihre ersten Abnehmer.
Bis nach München und Berlin
Man habe von Anfang an mit den Leuten aus der Szene kooperiert. „Wir haben Newsletter über die nächsten Events verfasst und durften dort dafür unser Getränk verkaufen“, erzählen sie. So habe man sich gegenseitig geholfen und sei nah an der Zielgruppe geblieben. „Der Plan war nicht, mit Sate reich zu werden, wir hatten einfach Bock, etwas zu machen“, berichtet Reimer von den Anfängen. Seit geraumer Zeit sei Sate aber auch in einigen Cafés, Bars und Märkten in Karlsruhe zu finden. Und nicht nur dort: Das Getränke-Start-up hat es mittlerweile auch in andere deutsche Städte geschafft.
München, Berlin und Heilbronn habe man mittlerweile erobert. Nach dem Bachelor an der Uni Karlsruhe seien er und seine Freunde schließlich weitergezogen. Und mit ihnen auch Sate. Auch in der jeweils neuen Heimat habe man das Getränk über persönliche Kontakte etabliert. Mark Reimer beispielsweise in München, jedoch mit neuen Methoden. „Wir sind ja jung, deswegen experimentieren wir beim Marketing gern mit KI.“ So habe man ein automatisiertes Marketing-Konzept entwickelt, das, so Reimer, am Ende sogar erfolgreicher sein könnte als das eigentliche Produkt. Hilfreich für die Projekte der vier Freunde sei in jedem Fall ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens gewesen: „Wir können eben alles selbst übernehmen, vom Marketing bis zur Steuer.“
Secco (noch) aus Rheinhessen
Der nächste Schritt sei nun aber, einen Großhändler zu finden, der Sate deutschlandweit und im großen Stil an Märkte und Gastronomie verkaufe. Bis dahin wolle man sich den nächsten Städten widmen. Seine Heimat Landau hat der Godramsteiner hierbei aber noch nicht in Angriff genommen. „Ich war auf dem OHG, da wäre es schon cool, wenn es Sate auch nach Landau schafft“, sagt Reimer und berichtet, dass das Mischgetränk an sich in den Bars der Stadt sogar schon bekannt sei. Nur die Marke Sate noch nicht, das wolle er aber noch ändern. Auch der Secco sei aktuell nicht aus der Pfalz, sondern aus Rheinhessen. „Wenn uns aber ein Pfälzer Winzer anfragen würde, hätte ich nichts dagegen“, sagt Reimer schmunzelnd.