Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Mörlheim: Brummton beschäftigt Ortsbeirat

Placeholder-Image

Mit den ominösen Brummtönen, die etliche Menschen in Mörlheim und Bornheim quälen, hat sich jetzt der Ortsbeirat Mörlheim befasst. Bürger waren dazu eingeladen. Doch keiner kam. Und Arnold Müller von der Gewerbeaufsicht macht deutlich: „Es gibt keinen Anspruch auf null Lärm.“

„Da ist etwas, aber was es ist, dafür haben wir keine Erklärung. Dennoch ist es gesetzlich nach den Verwaltungsvorschriften zulässig“, sagt Arnold Müller, seit 2000 Leiter der Gewerbeaufsicht bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt. Er war nach Mörlheim gekommen, um mit Christian Müller, der bei der Gewerbeaufsicht für den Arbeits- und Immissionsschutz zuständig ist, die Situation aus Sicht der Verwaltung zu erklären.

„Das Landesamt hat 12.000 Euro in Rechnung gestellt, und dazu kommen Kosten für unsere eigenen Fachkräfte und deren Arbeitszeit“, sagte Arnold Müller. Sowohl bei den ersten eigenen Messungen, als auch im zweiten Anlauf durch das von der SGD beauftragte Landesamt in Mainz konnte keine Ursache für die Brummtöne ermittelt werden. Alle Werte des tatsächlich gemessenen Tons liegen deutlich unterhalb der gesetzlich festgelegten Grenze. Deshalb könne von behördlicher Seite nichts mehr veranlasst werden.

Beide Herren Müller zeigten Verständnis und Mitgefühl für die Befindlichkeit und das subjektive Leiden der Betroffenen in Mörlheim und Bornheim. Den Beschwerdeführern bleibe als weitere Möglichkeit, sich an die Bürgerbeauftragte zu wenden. Und/oder einen kostenpflichtigen Bescheid anzufordern, gegen den dann auf rechtlichem Wege Einspruch erhoben werden könne.

Neben dem Brummton standen weitere Themen auf der Agenda. Ortsvorsteher Joachim Arbogast verkündete, dass eine Anwohnerin sich bei ihm gemeldet habe, dass sie in bürgerschaftlichem Engagement die Baumscheibe gegenüber dem Ortsvorsteherbüro bepflanzen will. Die Räte stimmten der Idee von Melanie Simon zu, öffentlich um weitere „Baumscheibenpatenschaften“ zu werben. Dorfladenbetreiber Werner Heinrich erklärte spontan, für die ersten zehn Patenschaften die Pflanzen zu spendieren.

Egon Ehmer, der mit viel Aufwand und Recherche zahlreiche Dokumente für die von ihm verfasste Dorfchronik zusammengetragen hat, wird sein Archiv an Ralph und Marion Poh weitergeben. Das Ehepaar hat sich bereit erklärt, mit dem Ortsbeirat einen Text für die Tafel zu formulieren, die auf dem kleinen Dorfplatz gegenüber dem Ortsvorsteherbüro aufgestellt werden soll. Sie soll an jenen Ritter Stephan von Mörlheim erinnern, der als Mitbegründer des Zisterzienserklosters Eußerthal gilt.

x