Landau
Lunette-41-Baustelle durch Pandemie ins Stocken geraten
Landaus größte Untergrundbewegung – wie sich der Festungsbauverein selbst nennt – ist lahmgelegt. Wegen Corona konnte er lange keine Führungen mehr anbieten und hat deshalb auch keine Einnahmen für seine weitere Arbeit. Das berichtet der Vereinsvorsitzende Hans-Dieter Hirschfeld auf Anfrage.
Verein braucht Baugenehmigungen
Er sei aber nun mit dem Ordnungsamt im Gespräch, ob und, wenn ja, unter welchen Umständen wieder Führungen zugelassen werden. Das ist aber nicht das einzige Problem: Auch die Arbeiten an der Wiederherstellung der Lunette 41 im Savoyenpark stocken. Dort braucht der Verein noch zwei Baugenehmigungen. Die erste bezieht sich auf das Wiederaufschütten des Erdwalls über den umfangreichen unterirdischen Gängen und Kammern des Festungswerks, die der Verein freigelegt und saniert hat. Für die Genehmigung müsse der Verein zunächst noch Unterlagen bereitstellen, sagt Hirschfeld.
Besonderer Turm soll erhalten bleiben
Eine zweite Baugenehmigung wird komplexer ausfallen: Der Festungsbauverein möchte auch einen runden Turm, der einst Bestandteil der Lunette war und durch den der Zugang in den Untergrund erfolgt, wieder herstellen. Von ihm ist nur ein Stumpf erhalten. Dieser Tour d’ Arcon ist eine Besonderheit, die es nur in sehr wenigen der zahlreichen Festungen des französischen Festungsbaumeisters Vauban gibt. Er war laut Wikipedia an Neu- und Umbau von rund 160 Festungsanlagen beteiligt.