Landau Leerstände: Stadt muss Hauseigentümer erinnern
Die Stadtverwaltung Landau muss noch eine zweite Runde zur Ermittlung von Leerständen in Landau einlegen. Am Donnerstag um Mitternacht ist die Anmeldefrist nach der neuen Zweckentfremdungsverbotssatzung abgelaufen. Doch bis dahin hatten nicht alle Immobilienbesitzer reagiert, manche gar nicht, andere unvollständig. Nach Angaben der Stadtverwaltung gab es 8140 Rückmeldungen. Dabei wurden 321 Leerstände beziehungsweise Zweckentfremdungen angezeigt. Doch insgesamt waren rund 20.000 Wohnungseigentümer angeschrieben worden. Die Verwaltung will daher noch in diesem Monat Erinnerungsschreiben an alle rausschicken, die keine Rückmeldung gegeben haben. Dabei will sie auch abermals betonen, dass auch bei Selbstnutzung oder Vermietung Meldung zu machen ist. Laut Verwaltung handelt es sich bei dem Vorgang um eine offizielle Anhörung nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, und die werde auch konsequent durchgesetzt. Nach Angaben der Stadt ist aber auch das schon eingetreten, was ebenfalls ein Ziel der Umfrage war: Die Leerstandsmanager in der Verwaltung – der frühere Dorfentwicklungsplaner Jochen Blecher ist einer von ihnen – sind bereits um Beratungen gebeten worden, was Besitzer mit ungenutzten Immobilien machen können, und sie haben schon Gespräche durchgeführt, teilweise auch schon vor Ort. Sie würden jetzt nach und nach alle 321 gemeldeten Objekte bearbeiten und den Kontakt zu den Eigentümern suchen.