Landau Leben im Korb

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Pünktlich zum Frühlingsanfang ist der „Blumenkorb“ am Untertorplatz wieder mit Leben gefüllt: Die Landauer Traditionsgaststätte hat wieder geöffnet. Dort bewirten nun Gundula Grosse und Thomas Riemer die Gäste. Die beiden waren vorher 15 Jahre lang Pächter des Gasthauses „Fünf Bäuerlein“. Dort ist die Renovierung unterdessen voll im Gange. Während im „Weißen Bären“ die Läden immer noch unten sind.

„Wir haben viel Arbeit reingesteckt“, sagt Grosse über den Umzug. Angefangen beim Auszug aus dem „Fünf Bäuerlein“ in der Theaterstraße, das geräumt werden musste. „In 15 Jahren sammelt sich so einiges an“, erinnert sie sich. Im „Blumenkorb“ musste dann auch so einiges hergerichtet werden. Der Vorpächter sei einfach abgehauen. Unter anderem die Reinigung der Küche habe viel Zeit in Anspruch genommen. Seit Kurzem ist geöffnet und die Stammkundschaft sei schon zum Schlemmen gekommen. „Die Küche bleibt wie von uns gewohnt: Wir bieten deutsche und regionale Gerichte mit frischen Zutaten an“, sagt Grosse. Es gibt eine Mittagskarte und ein täglich wechselndes Mittagsgericht. Dazu wollen sie im Blumenkorb weiterhin auf eine gute Weinkarte setzen. Darauf werden auch Weine der „Fünf Freunde“, den Weingütern Dr. Wehrheim, Rebholz, Siegrist, Becker und Münzberg, den Verpächtern des „Bäuerlein“, vertreten sein. Das Lokal nach so langer Zeit zu verlassen, habe sehr viel Kraft gekostet, aber „wir sind nicht nachtragend“. Auch mit dem Standort ist Grosse zufrieden: Der Untertorplatz sei perfekt für Sitzplätze vor dem Restaurant. Spätestens Ende April soll das möglich sein. Wer an der frischen Luft essen möchte, kann bisher nur den kleinen Innenhof nutzen. Weiterhin still bleibt es beim ältesten Gasthaus Landaus, „Zum Weißen Bären“ in der Meerweibchenstraße. „Nö“, antwortet Verpächter Jürgen Dötz auf die Frage, ob es einen neuen Wirt gebe. Auch Grosse und Riemer waren interessiert, den Bären zu übernehmen. Aber es habe mit dem Vermieter nicht geklappt, sagt Grosse. Auch hätten Kunden davon abgeraten: Der Außenbereich sei zu klein und die Autos fahren zu dicht dran vorbei. Beim „Fünf Bäuerlein“ dauert die Wiedereröffnung noch eine Weile, informiert Karl-Heinz Wehrheim. „Die Handwerker brauchen noch acht Wochen.“ Das meiste sei schon fertig: „Der Gastraum, die Küche und die Toiletten sind komplett neu.“ Auf die acht Wochen Umbauzeit will sich Wehrheim aber nicht festnageln lassen. Denn: Man sei schon auf ein paar „Überraschungen“ während der Umbauarbeiten gestoßen, die zu Verzögerungen geführt hätten. Einen neuen Pächter haben die „Fünf Freunde“ noch nicht gefunden. „Bewerber sind da, wir sondieren noch“, sagt Wehrheim. Man suche nicht einfach einen Wirt, sondern jemanden, der die Gastfreundschaft der vergangenen hundert Jahre weiterlebe. „Es geht nicht nur um den monetären Aspekt: Alle Partner sollen zufrieden sein, auch der Gastwirt.“ So soll der Pächter jemand sein, der ein anspruchsvolles Speise- und Weinkonzept umsetzen könne.

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