Landau Landauer Westbahnhof wird umgestaltet

So sieht der Westbahnhof heute aus.  Foto: van
So sieht der Westbahnhof heute aus.

Der Landauer Westbahnhof wird zur Mobilitätsstation. Das sehen Pläne der Abteilung Mobilität der Stadtverwaltung vor. Ziel ist es, das Umsteigen von einem Verkehrsträger auf den anderen zu erleichtern, den öffentlichen Personennahverkehr zu fördern und mehr Menschen für den Umstieg aufs Rad zu gewinnen, sagt Bürgermeister Maximilian Ingenthron. In Landau entspricht bereits der Hauptbahnhof mit Pendlerparkplätzen, Fahrrad-Abstellmöglichkeiten und dem Busbahnhof einer solchen Mobilitätsstation, erläutert Ralf Bernhard, Abteilungsleiter Mobilität.
Möglichkeiten eröffnen sich durch ein Förderprogramm für den barrierefreien Ausbau von Haltepunkten.

Die Bahnsteige sind zu niedrig



Denn nur bei einer Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern können Rollstuhlfahrer ebenerdig in den Zug rollen, Mütter ihren Kinderwagen ohne Hilfe hinein- und hinausschieben oder Senioren mit Rollator problemlos zusteigen. Der Haltepunkt Süd hat bereits diese Bahnsteighöhe, sagt Bernhard; nach dem Westbahnhof werde später auch noch der Bahnhof in Godramstein angepasst. Die 120 Meter langen Bahnsteige fallen in die Zuständigkeit der Bahn-Tochter Station und Service, die dafür Baurecht braucht. Derzeit prüfe das Eisenbahnbundesamt, ob ein einfaches Genehmigungsverfahren reicht oder ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren nötig ist. „Davon hängt ab, wann die Maßnahme umgesetzt werden kann“, sagt Bernhard.

Die Stadt rechnet mit 200.000 Euro Eigenanteil



Die Stadt will sich dranhängen und unter anderem einen Durchgang durch die vorhandene Hecke schaffen, damit Reisende leichter auf den Bahnsteig gelangen. Auch die ungeordneten Parkmöglichkeiten beim Haus am Westbahnhof sind Bernhard ein Dorn im Auge. 17 Parkplätze, davon einer behindertengerecht, sind Bestandteil der Planung. Außerdem will er die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder verbessern und einen Blechverschlag durch Mietboxen und eine Rad-Abstellanlage ersetzen.
Die Straße An 44 soll im Einmündungsbereich in die Westbahnstraße zum verkehrsberuhigten Bereich werden. Für Radfahrer beginnen hier die Radverkehrsachsen durchs Stadtgebiet und zur Uni. Die Bushaltestelle an der Westbahnstraße soll höhere Randsteine erhalten und einen barrierefreien Übergang in Busse ermöglichen. Leiteinrichtungen im Pflaster helfen Menschen mit Sehbehinderungen bei der Orientierung.
Bau- und Verkehrsdezernent Ingenthron kann sich am Westbahnhof auch gut eine Station des geplanten Fahrradverleihsystems VRN Next Bike vorstellen. Er gibt die geschätzten Kosten für das gesamte Umbaupaket mit 1,55 Millionen Euro an, von denen allein 875.000 Euro auf die Bahnsteige entfallen. Ingenthron rechnet zudem mit einer Landesförderung in Höhe von vermutlich 85 Prozent. Auf die Stadt entfielen am Ende vermutlich rund 200.000 Euro einschließlich der Planungskosten.

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