Landau Landauer Nachtclub Jeanne d´Arc: Re-Opening mit neuem Konzept
Morgen Abend feiert der Landauer Nachtclub Jeanne d´Arc seinen ersten Geburtstag. Mit Rolltoren, prominenten Live-Acts wie Pietro Lombardi und neuem Programm geht es weiter. Es steht auch eine Voodoo-Club-Night an. Sogar über Weihnachtsdeko wird schon gesprochen.
Nach Umbauten im Innenbereich und der Sommerpause startet der Club Jeanne d’Arc im Gewerbepark am Messegelände morgen mit einer Re-Opening-Party. Dann wird Lady Style, eine DJane aus Paris, zu Gast im Landauer Club sein. Das ist Teil des neuen Konzepts, ebenso wie das Einladen prominenter Gäste, die den hauseigenen DJs allerdings keine Konkurrenz machen sollen, so Geschäftsführer Gerd Weber und Carmelo Pirrello. Die Club-Betreiber haben sich viel vorgenommen: „Wie können wir den Leuten was bieten, was jeden anspricht“, war die Frage. „Alles Neue wird erst mal kritisch begutachtet“, weiß Weber. „Wir haben Anregungen von den Gästen bekommen, ein alternatives Programm und Konzept auf die Beine gestellt und an drei ,Baustellen’ gearbeitet“, erklärt er. Diese schildert Pirrello genauer: Die Tür, die Gastronomie und die Events sind in Angriff genommen worden. An der Tür sei es zu Unstimmigkeiten mit dem Sicherheitspersonal gekommen. Nun werde deshalb immer jemand von der Geschäftsleitung mit an der Tür stehen, versichert Weber. Quartalsmäßig werden prominente Künstler eingeladen, so Pietro Lombardi oder das italienische Dance-und-Electronic-DJane-Duo Giolì und Assia, die auf dem Videoportal YouTube immerhin über 50.000 Abonnenten vorweisen können. Außerdem berichtet Pirrello, dass Konzepte von Radiosendern eingekauft wurden, sodass es eine „Big FM Groovenight“ und eine „RPR1 tanzt“-Party im Club geben wird.
Keine Ü-30-Partys mehr
Das Jeanne d’Arc möchte darüber hinaus wiederkehrende Veranstaltungen für 16- bis 35-Jährige anbieten. Allerdings werden keine Ü-30-Partys mehr explizit veranstaltet. Stattdessen wolle man die Gäste über die unterschiedlichen Angebote und entsprechende Musik ansprechen. Auch für Studentenpartys mit hunderten Besucher ist der Club gerüstet. Die Fachschaften Sport und Bildungswissenschaften werden noch dieses Jahr im Jeanne d’Arc feiern. Es wird eine Semester-Opening-Party geben, bei der sogar ein kostenloser Shuttlebus im 30-Minuten-Takt Gäste in der Stadt abholt und zum Club fährt beziehungsweise auch wieder nach Hause bringt. Die Einnahmen aus Fachschaftspartys gehen zu 50 Prozent an den Club, die andere Hälfte geht an die jeweilige Fachschaft. „Die Kneipentour machen wir natürlich mit, wenn wir angefragt werden“, sagt Weber. Er betont aber auch, dass es nicht darum gehe, Landau und umliegende Städte mit ihren Vergnügungsangeboten „leer zu saugen.“ „Wir wollen ein Miteinander, kein Gegeneinander“, auch wenn die Gäste aus einem Umkreis von 30 Kilometern kämen. „Wir pushen Leute hier aus der Region“, sagt Pirrello. In der direkten Nachbarschaft, die mit Kino, Bistro, Trampolinpark und Bowlingcenter viel zu bieten hat, sammeln nach großen Club-Partys zwei Mitarbeiter des Clubs weggeworfene Flaschen ein. Durch die Lage habe man keine Park- und Nachbarschaftsprobleme, so Weber. „Wir wollen vermeiden, dass die Leute mit 1,5-Liter-Flaschen durch die Gegend ziehen“, fügt er hinzu. Dies brachte sie zu der Frage, wie kann das bei jungen Leuten beliebte „Vorglühen“ ins Jeanne d’Arc verlegt werden?
"Die Akustik ist das Aushängestück“
Daher gibt es nun den „Marché de Jeanne d’Arc“, zu dem eine Bar gehört. Dort wird es ab jetzt zwei Sorten Longdrinks geben: Mit Alkohol von Markenanbietern und eine günstigere Variante der gleichen Longdrinks mit No-Name-Alkohol sowie Vorglüh-Angeboten. Der Künstler Andreas Hella hat die Wände des „Marché“ aufwendig mit Airbrush-Kunst zum Thema Mensch, Maschine und Zeit gestaltet. Laut Pirrello ist der „Marktplatz“ „Wohnzimmer, WG-Zimmer und der verlängerte Arm zum Vorglühen“. Gäste können sich dort bereits mit einem Getränk einstimmen, bevor eine Glocke oder Fanfare erklingt, die den Beginn der Party ankündigt. An dieser Stelle kommen auch die neu installierten Rolltore zum Einsatz. Sie ermöglichen, dass der Club, der bis zu 1300 Personen Platz bietet, mit der Zahl seiner Gäste wächst oder auch mal auf zwei verschiedenen Floors unterschiedliche Musik geboten wird. „Die Akustik ist das Aushängestück“, weiß Weber. Für eine „klasse Klang-Atmosphäre“ sind Schaumstoffe der BASF eingesetzt, die für wenig Hall trotz hoher Decken sorgen. Die Geschäftsführer haben sich offenbar viele Gedanken gemacht. Weber sagt: „Die Leute trauern dem Voodoo nach“, daher werde es sogar eine „Voodoo-Club-Night“ geben. Deren Facebook- Anmeldungen sind sofort in die Höhe geschnellt. Auch banale, aber wichtige Aspekte haben beide bedacht: „Unsere Toiletten werden bei Veranstaltungen die ganze Zeit über gereinigt.“ Am Komfort soll nicht gespart werden. Das Programm für den Rest des Jahres steht, auch ans Jahresende ist schon gedacht: „Zu Weihnachten haben wir coole Sachen vor, im Bescherungsbereich“, so Pirrello mit Begeisterung in der Stimme. Von einem riesigen Weihnachtsbaum ist die Rede.