Landau Landau: Zwei Raser aus England bekommen beschlagnahmte Fahrzeuge zurück
Zwei der drei Engländer, die sich im Juni ein illegales Autorennen auf der A 65 zwischen Kandel und Edenkoben geliefert haben sollen, haben ihre beschlagnahmten Autos zurückbekommen. Das hat die Staatsanwaltschaft Landau auf Anfrage der RHEINPFALZ am Mittwoch mitgeteilt. Das Landgericht Landau habe es als unverhältnismäßig erachtet, die Fahrzeuge weiterhin unter Verschluss zu halten. Begründung: Die beiden Fahrer seien zwar zu schnell unterwegs gewesen, es gebe jedoch derzeit keine Hinweise darauf, dass sie bei ihrer Fahrt andere Verkehrsteilnehmer gefährdet hätten.
Ermittlungen nicht abgeschlossen
Der dritte Brite wird sein Auto aber vorerst nicht wiederbekommen. Das Gericht geht nämlich davon aus, dass dieser durch seine Fahrweise die Gesundheit anderer aufs Spiel gesetzt hat. Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen gegen die drei Briten aber noch nicht abgeschlossen. Gegen die Entscheidung des Landgerichts könne jedoch keine Beschwerde eingelegt werden, heißt es.
Berichte von waghalsigen Überholmanövern
Die drei Engländer – 33, 38 und 44 Jahre alt – hatten über einen Rechtsanwalt Beschwerde gegen die Beschlagnahmung ihrer Fahrzeuge – ein Porsche, ein Nissan und ein BMW – eingelegt. Die Polizei hatte das Trio bei ihrer Fahrt auf der Autobahn vor der Anschlussstelle Edenkoben aus dem Verkehr gezogen. Zuvor hatten sich Zeugen gemeldet und von waghalsigen Überholmanövern der Sportwagenfahrer berichtet, die zu Unfällen hätten führen können. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Männer von der Insel. Sollte es zu einem Prozess kommen, könnte dieser in Landau sein.