Landau
Landau: Straßenbauer bei B10 im Stresstest
Beim vierspurigen Ausbau der B10 bei Landau beginnt jetzt der logistisch schwierigste Abschnitt. Dabei wird die Anschlussstelle Landau mit einem weiteren Ohr und einer Verbindungsspange zum echten Kleeblatt ausgebaut . Im Sommer 2020 soll hier alles fertig sein.
Die gute Nachricht vorweg: Die Hornbachspange von der Autobahn zur B 272 wird definitiv noch im September eingeweiht, sagt Elmar Görz, der beim Landesbetrieb Mobilität in Dahn und Bad Bergzabern für Planung und Bau zuständig ist. Und die Kreisstraße 13 nach Dammheim kann auch in Kürze freigegeben werden, wenn der Beton komplett ausgehärtet ist. Am Freitag stand allerdings schon ein auswärtiger Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug auf der eigentlich noch gesperrten Straße ...
Für Projektleiter Thomas Ruppert beginnt dagegen erst der schwierigste Teil jenes gut vier Kilometer langen Ausbauabschnitts zwischen A65 und Godramstein. Voraussetzung für den vierspurigen Ausbau war die Fertigstellung des neuen Kreisels, der sehr gut funktioniere. Doch wenige hundert Meter weiter stadteinwärts staut sich morgens der Verkehr am zu kleinen Kreisel, wo die Stadteinfahrt, Neustadter Straße und Hainbachstraße aufeinandertreffen – manchmal staut es sogar zurück bis auf die Autobahn. Die Vergrößerung dieses Kreisels ist Aufgabe der Stadt.
Eine alte Mülldeponie, die beim Bau angeschnitten und wieder abgedichtet werden muss und die K13 nach Dammheim sind große Herausforderungen für die Straßenbauer: Sie haben nur wenig Platz, aber bis zu 40.000 Fahrzeuge täglich auf der B10 zu bewältigen – enormer Verkehr, der weiter fließen muss. Auf rund 400 Metern entlang der K13 muss laut Ruppert eine Spundwand gesetzt werden, weil für eine normale Straßenböschung zu wenig Platz vorhanden ist. Allein das werde wohl vier Monate dauern.
Um sich etwas Luft zu verschaffen, will der LBM als erstes den Grünstreifen auf der B10 beseitigen und provisorisch asphaltieren lassen. Dann gibt es eine etwas breitere Trasse, auf der die Fahrspuren nach Bedarf verschoben werden können.
Im Frühjahr werden eine Verbindungsspange und ein Ohr zwischen B10 und der Landauer Stadteinfahrt gebaut. Dann können Autofahrer aus Richtung Pirmasens direkt nach Landau abbiegen, und der Verkehr aus Richtung Edesheim kann flüssig auf die A65 in Richtung Karlsruhe gelangen. Dafür muss das Tempo auf der B10 auf 50 Stundenkilomter beschränkt werden.
Über die erforderlichen Verkehrseinschränkungen bei den diversen Ausbauschritten will der LBM jeweils gesondert informieren.