Landau
Landau: Pächter für Weinkontor Null41 gefunden – Kiosk kommt „vorerst“ nicht
Demnächst zieht wieder Leben ein ins Weinkontor Null41. Die Werkgemeinschaft hat einen Pächter gefunden, verkündet Jürgen Sebastian von der Werkgemeinschaft. Was wird aus dem geplanten Kiosk?
Im Juli wird das Restaurant im Weinkontor Null41 im Landauer Wohnpark am Ebenberg wieder eröffnet. Das berichtet Jürgen Sebastian, der für die Werkgemeinschaft Landau das Gebäude betreut. Der Pachtvertrag sei unterschrieben, das Team des neuen Pächters stehe auch. Dieser plane eine „andere Art der Gastronomie“, sagt Sebastian. Der Pächter, dessen Name noch nicht genannt wird, wolle das Konzept in der kommenden Woche vorstellen.
Damit endet der zeitweilige Leerstand des Restaurants. Die ersten Pächter, Corine Berrevoets und Michael Mury, sind Ende 2018 ausgezogen. Danach gab es ein „Zwischenspiel“ des Ehepaars Nadine und Alexander Kurz aus Edenkoben von Februar bis April mit Erlebnisgastronomie.
Gerüchte sprachen von „absurden Pachthöhen“
Rund ein Dutzend Gastronomen hätten Interesse am Restaurant bekundet. Problematisch sei die Größe des Null41, sagt Sebastian. 100 Stühle im Innenbereich und im besten Fall genauso viele außen führten dazu, dass viele Gastronomen an ihre Grenzen kämen. „Die Herausforderung ist es, dafür ausreichend Personal zu finden.“ Dazu wunderte sich Sebastian über die „absurden Pachthöhen“, die im Gespräch gewesen seien. Die Rede war von zehn- bis 15.000 Euro. Wirklich zu zahlen habe der Pächter 5.500 Euro pro Monat. Um diesen Gerüchten entgegenzutreten, überlege er, den Pachtvertrag an die Tür zu nageln, sagt der Architekt. Die Interessenten seien von der Lokalität beeindruckt gewesen – Küche und Ausstattung seien hochwertig. Eigentlich brauche ein neuer Pächter nur Besteck, Gläser und Stühle für den Außenbereich mitbringen.
Toiletten im Park: Stadt schweigt zu „konkreter Idee“
Geplant war eigentlich auch ein Kiosk auf dem ehemaligen LGS-Gelände. Nach Rücksprache mit dem neuen Pächter komme dieser aber vorerst nicht, berichtet Sebastian. „Er ist aber noch nicht vom Tisch.“ Mit dem Kiosk verknüpft ist auch die Frage nach einer Toilettenanlage im Park. Ursprünglich hätten die stillen Örtchen ins Kiosk-Gebäude integriert werden sollen. Denn: Vor dem Gebäude Null41, das neben dem Restaurant auch die Vinothek Par Terre beherbergt, liegt ein großer Spielplatz. Dieser wird bei entsprechendem Wetter gerne von Familien mit kleinen Kindern genutzt. Bereits 2014 gab es deswegen Ärger: Die Kleinen trugen vom Spielen kommend den Schmutz in die Gastronomiebetriebe. Damals war von „panierten Kindern“ die Rede. Noch 2016 wünschte sich die Stadt Toiletten „in der Sichtachse“ des Spielplatzes. Passiert ist nichts. Aktuell arbeite die Stadt an einer konkreten Lösung, teilt die Pressestelle mit. Auf die Frage, wie diese aussehen könnte, schweigt die Stadt.
Laut Sebastian gibt es seit ein, zwei Jahren kein Problem mit „panierten Kindern“ mehr. Die Pächter hätten sich nicht mehr beschwert, nach einer schwierigen Anfangsphase hätte sich alles eingespielt.