Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Kultur in Landau: Deutlicher Nachholbedarf

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Ja, kulturell hat Landau nicht so viel zu bieten, wie man sich es wünschen würde. Aber das liegt an den Landauern.

Gloria-Betreiber Peter Karl kritisiert die Idee von Lukas Hartmann, eine stadteigene Halle zu bauen – und in diesem Aufwasch auch gleich die städtische Kulturpolitik sowie die „Szenen“ und die Besucher. Recht hat er. Die Kulturpolitik der Stadt ist kein Vorzeigeprodukt. Mit einem engen Kulturbegriff bietet man nur der gehobenen etablierten Kultur einen Raum – nicht aber den Nischen für die Jugend oder Außenseitern, über die die Kulturabo-Inhaber die Nase rümpfen würden. Ob der neue Beirat das ändert, muss die Zeit zeigen. Eine neue Halle wäre nur nötig, wenn sich die Veranstalter in den bestehenden auf den Füßen stünden. Dem ist aber nicht so. Es liegt an den Landauern, das zu ändern. Gründet Initiativen, mobilisiert das Publikum und nehmt den Raum ein. Passiert das nicht, brauchen wir keine Halle, sondern nur einen neuen Club in der Innenstadt, in dem ab und an auch Konzertchen gegeben werden können – sofern die ein paar Leute anlocken.

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