Landau Kommentar: Kompromissbereit

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Landau schaltet das Land ein. Das ist richtig, weil ansonsten nur eine

gerichtliche Klärung möglich ist, an deren Ende nur Verlierer stünden.

In Rohrbach und Umgebung ist die Stimmung gereizt, weil die Stadt Landau Vorbehalte gegen die Ansiedlung von Modepark Röther hat. Das ist aus Sicht der Menschen verständlich, aber Gefühle (oder massenhafte Unterschriften) sollten auch im postfaktischen Zeitalter die Argumente nicht ersetzen. Was die betrifft, spricht das Landesentwicklungsprogramm eine recht deutliche Sprache – gegen das Bekleidungs-Großprojekt. Aber: Der Gang vors Verwaltungsgericht und mutmaßlich durch alle Instanzen kostet viel, viel Zeit und kann das Klima unter den streitenden Nachbarkommunen nachhaltig vergiften. Daran kann niemandem gelegen sein – auch Landau nicht, das auf die Kundschaft aus dem Umland angewiesen ist. Recht bekommen könnte zum Pyrrhus-Sieg werden, wenn die verschnupften Rohrbach-Fans dann andernorts zum Einkaufen fahren würden. Daher hat die Stadt gut daran getan, die Oberste Landesplanung beim Innenministerium um Vermittlung anzurufen. Es ist nicht sonderlich wahrscheinlich, aber immerhin denkbar, dass Mainz auch beim Thema „Einkaufen“ vom bereits 2008 gesteckten Kurs abrückt, wie es das beim Thema Windräder ja auch gerade tut. Wohlgemerkt: Die Stadt fordert keineswegs ein Machtwort, sondern signalisiert abermals die Bereitschaft zum Vergleich. Das ist auch deshalb richtig, weil Stadt und Kreis künftig eher mehr als weniger zusammenarbeiten müssen – unabhängig vom Parteibuch der Verwaltungsspitzen.

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