SÜW Katholische Kitas werden in die Hände von Gemeinden gegeben
SÜW/Südwestpfalz.Aktuell sind vier Ortsgemeinden aus den Landkreisen SÜW und Südwestpfalz mit der katholischen Kirche im Gespräch, um von ihr Kita-Trägerschaften zu übernehmen.
In Billigheim-Ingenheim muss gehandelt werden, um die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen zu erfüllen. So wurde im Ortsteil Ingenheim ein Neubaugebiet erschlossen, die Planungen für eine weitere Wohnsiedlung zwischen Mühlhofen und Ingenheim werden vorangetrieben, wodurch sich mehr Familien mit Kleinkindern im Ort niederlassen.
Neben der kommunalen Kita und der protestantischen Einrichtung gibt es im Ort eine eingruppige katholische Kita, die in den Fokus der Gemeinde gerückt ist. Es muss noch besprochen werden, ob das Gebäude erweitert oder ein Neubau erforderlich wird. Angedacht ist, zuvor die Trägerschaft zu übernehmen. „Wenn wir schon investieren, dann sollte die Kita auch in unseren Händen sein“, gibt Ortsbürgermeister Dietmar Pfister die Meinung des Gemeinderates wieder. Die Kirche sei gesprächsbereit.
Personalfragen in Lug
In Roschbach war es die Kirche, die die Übernahme ins Spiel brachte. So berichtet es der erste Beigeordnete Marco Brutscher. Das Kita-Gebäude, das vor dem Hintergrund der neuen Landesvorgaben erweitert werden soll, gehöre schon der Gemeinde. Das Grundstück habe die Kirche ihr in Erbpacht zur Verfügung gestellt.
In Lug gebe es seit Langem die Überlegung, die Kita in kommunale Hände zu überführen, sagt Ortschef Hermann Rippberger. Bis Ende dieses Jahres könnte das Thema erledigt sein. Derzeit werde die Übernahme des Personals geklärt. Gibt es Einigkeit, soll es an die Erweiterung der Einrichtung gehen. Es müsse reagiert werden. Auch, um Kindern unter zwei Jahren einen Platz anbieten zu können.
„Hohe Anforderung an Kita-Träger“
Wie die Pressestelle des Bistums Speyer mitteilt, soll auch die Trägerschaft der Kita Hermersberg bis Januar an die Gemeinde übergeben sein. Damit würde die Kirche innerhalb kurzer Zeit vier Kitas abtreten. Wie kommt es dazu? „Meistens ergeben sich bei Anfragen zu Erweiterungen der Kita oder bei Anfragen zu einer Veränderung von Platzangeboten Wünsche der Ortsgemeinden oder des Jugendamtes, die von dem katholischen kirchlichen Träger nicht erfüllt werden können“, teilt das Bistum mit. Die Anforderungen, die an den Betrieb einer Kita gestellt werden, seien teilweise vor Ort nicht mehr leistbar.
Aktuell befinden sich im Kreis SÜW 27 Kitas und ein Kinderhort in Trägerschaft der katholischen Kirche, in der Stadt Landau sind es acht Kitas und ein Kinderhort.