Landau „Kathedrale des Heimwerkens“
Am 27. September 1968 eröffnete Otmar Hornbach in Bornheim den ersten Hornbach-Markt – in seiner Kombination aus Bau- und Gartenmarkt eine Neuheit auf dem europäischen Markt. 50 Jahre später war dies ein guter Grund zu feiern.
Zu dem noch immer familiengeführten, aber längst börsennotierten Unternehmen gehören mittlerweile 156 weitere Märkte in neun europäischen Ländern. Passend zum Jubiläum eröffnete es gestern einen neuen Markt in Schweden. Schließen musste hingegen der Hornbach-Compact-Markt in Alzey – wegen Konkurrenz eines anderen konventionellen Baumarkts, der sich dort ansiedelte. Die anderen Compact-Märkte, wie der Pilot-Markt in Bad Bergzabern, würden aber weiter betrieben. Das Konzept solle allerdings kundenfreundlicher gestaltet werden, sagte Vorstandsvorsitzender Albrecht Hornbach bei der gestrigen Halbjahresbilanz-Pressekonferenz. Die war zur Feier des Tages erstmals nicht in der Börsen-City Frankfurt, sondern direkt im Bornheimer Baumarkt – zwischen Holzbrett und Blumentopf, sozusagen. Zurück zu den Wurzeln oder wie es Vorstandsmitglied Karsten Kühn ausdrückte, in die „Kathedrale des Heimwerkens“. Gegründet wurde die Firma Hornbach 1877 als Handwerksbetrieb in Landau. 1900 kam eine Baumaterial-Handlung hinzu. Nach 1945 lag der Schwerpunkt auf der Produktion von Haus- und Gemeindekläranlagen. 1968 legte der Ur-Enkel des Firmengründers mit der ersten Markteröffnung den Grundstein für den heutigen Konzern, der über 20.000 Mitarbeiter beschäftigt und 2017/2018 einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro erwirtschaftete. wirtschaft