Landau Jogginghosen: Thema erledigt

Schülervertretung will unglückliche Formulierung in Hausordnung ändern
Die Ereignisse und die Situation am Alfred-Grosser-Gymasiums Bad Bergzabern seien „unverhältnismäßig“ dargestellt worden, meldet sich die Schülervertretung (SV) zu unserem Artikel „Fleisch, das ich gar nicht sehen will“ vom 18. Februar. Darin ging es um das Tragen von Jogginghosen.Schulleiter Pete Allmann hatte in einem Elternbrief „angemessene Kleidung“ thematisiert. Gemeint ist die derzeitige Jugendmode, speziell die Jogginghose und bei Mädchen im Sommer bauchfrei Tops. Er habe in dem Brief die Hausordnung zitiert und habe damit lediglich eine Diskussion anstoßen wollen, sagt Allmann. Die Schule sei ein öffentlicher Raum. Es gehe ihm um den respektvollen Umgang miteinander.Das schlug zunächst Wellen bei einem Teil der Schüler- und Elternschaft. DIE RHEINPFALZ thematisierte in diesem Zusammenhang auch Schuluniformen, da das bei einigen Schülern und in Elternhäusern ebenfalls Gesprächsthema wurde.
Das sieht die SV nicht: „So können wir nicht bestätigen, dass ,schnell (...) das Stichwort Schuluniform mit dabei“ war, wie es im Artikel hieß“. Vielmehr habe der Elternbrief Anlass zur Diskussion über angemessene Kleidung und die unterschiedlichen Auffassungen der Generationen gegeben. „Uns ist dabei nicht zu Ohren gekommen, dass Schuluniformen im Gespräch seien.“
Im Übrigen sieht die SV „die Problematik als bereits behandelt und geklärt an“. Wie in dem RHEINPFALZ-Bericht erwähnt, habe es eine Kurssprecherversammlung gegeben, bei der der Elternbrief thematisiert und den Schülern erklärt wurde, „dass es sich bei dem Absatz zum Thema angemessene Kleidung um eine Empfehlung handle“. Zuwiderhandlungen stellen also weder ein Verbot dar, noch werden sie bestraft. Auch wurde nach Verbesserungsvorschlägen für die unglückliche Formulierung in der Hausordnung gefragt, die der Schulleiter in seinem Elternbrief zitierte. „Damit war für uns das Problem abgehandelt“, so die SV. „Auch möchten wir konstatieren, dass es wohl kaum einen Kleidungsunterschied zwischen Schülern aus Edenkoben und Landau und Schülern aus Bad Bergzabern gibt. So wie wir und unsere Mitschüler uns gerne modisch kleiden, so tun das auch Schüler anderer Schulen“, fügt die SV noch an. rww