Landau Jetzt wird unter die Erde geblickt

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Nach gut sieben Wochen hat Wintershall nach eigenen Angaben die seismischen Messungen in Landau abgeschlossen. Mit den gewonnenen Daten will sich die BASF-Tochter ein genaues Bild vom Erdölfeld machen. Ziel ist es, die Produktion am Traditionsstandort Landau weiterzuentwickeln und den wertvollen Rohstoff so mit möglichen neuen Bohrungen sicher zu erschließen.

„Die sehr gute Zusammenarbeit mit den Behörden, der Politik und den Winzern, vor allem aber mit den Anwohnern und Nachbarn, hat unsere Messung sehr zügig vorangebracht“, sagt Wintershall-Projektleiter Oliver Ritzmann. Auch das trockene und frostige Wetter im Januar habe zu einem zügigen Verlauf der Messungen beigetragen. Auf einer Fläche von 58 Quadratkilometern waren mehrere Spezialfahrzeuge unterwegs. Wie berichtet, erzeugten diese an rund 7500 Punkten Schallwellen, die von mehr als 6000 Geofonen aufgenommen wurden. Das Messgebiet erstreckte sich über die Stadt sowie zehn Orte im Kreis Südliche Weinstraße. Wintershall hat die Messungen nach eigenen Angaben ohne größere Probleme abgeschlossen. Nur vereinzelt sei es zu Schäden – vor allem Flurschäden – gekommen. Bedingt durch das Tauwetter Ende Januar seien einige unbefestigte Wirtschaftswege verschmutzt oder leicht beschädigt worden. Und vereinzelt seien Risse an verputzten Wänden gemeldet worden – zum Beispiel an einem Haus in Nußdorf (wir berichteten). Schäden würden reguliert, verspricht das Unternehmen Wintershall. Aus den gewonnenen Daten wollen Experten in den nächsten Monaten am Computer ein genaues dreidimensionales Abbild der geologischen Schichten des Untergrunds erstellen. So könnten die daraus produzierbaren Mengen an Erdöl abgeschätzt sowie Bohrungen optimal platziert werden. „Wir werfen einen Blick unter die Erde und sind in der Lage, vorhandene Potenziale zu entdecken“, erklärt Ritzmann. Die Auswertung der gesamten Daten dauere jetzt etwa ein Jahr. Erst dann kann Wintershall entscheiden, ob in Landau künftig weitere Erdölvorkommen erschlossen werden. In gut 60 Jahren hat die BASF-Tochter aus dem Feld Landau bereits 4,5 Millionen Tonnen Rohöl gefördert. |rhp/kjp

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