Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Grüne wollen Straße nach „Mutter des Grundgesetzes“ benennen

Elisabeth Selbert (1953).
Elisabeth Selbert (1953).

Die Debatte um die Benennung der einzigen Straße im Mörzheimer Neubaugebiet geht in eine neue Runde. Die Stadtratsfraktion der Grünen schlägt nun Elisabeth Selbert als Namenspatronin vor. Das teilen die Fraktionsvorsitzenden Lea Saßnowski und Lea Heidbreder mit. Die Sozialdemokratin Selbert (1896 - 1986) gilt als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“, die Aufnahme der Gleichberechtigung von Mann und Frau als Grundrecht in das Grundgesetz wird zum großen Teil als ihr Verdienst gewertet.

Der Stadtrat hatte 2016 entschieden, bei der Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen so lange Frauen bevorzugen zu wollen, bis ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern erreicht ist. Seitdem seien ausschließlich Ausnahmen von dieser Grundsatzentscheidung gemacht worden, sagen Heidbreder und Saßnowski.

Die Landauer SPD hatte beantragt, dass die Straße nach dem Juristen Gustav Gulden benannt wird. Das hatte der Stadtrat bereits 2014 auf Initiative des Sozialdemokraten Hannes Kopf – vor der Grundsatzentscheidung – beschlossen.

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