Landau Genossen erzeugen ihren Strom selbst
Nach Angaben der Genossenschaft läuft das Vorhaben unter dem Namen „So(lar) wollen wir leben!“. Die Module sollen jährlich mehr als 40.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit dieser möglichst selbst verbraucht wird, statt ihn ins Netz einzuspeisen, werden Speichermodule mit der noch relativ neuen Redox-Flow-Speichertechnologie verwendet. Dabei handelt es sich um eine Flüssigbatterie, die zwar größer ist, aber langlebiger sein soll als herkömmliche Speicher. Die Genossenschaft hoffe, ihren Allgemeinstrom zu mehr als 70 Prozent selbst erzeugen zu können, so Luise Hentschel, die die Entscheidungsfindung der Mitglieder der Genossenschaft für die Photovoltaikanlage koordiniert hat.
Projekt soll ökologischer werden
Die Lawoge bewohnt zwei Häuser um einen begrünten Innenhof. Das Ziel ist ein Wohnen in bunter Mischung: Ältere, Jüngere, Familien, Singles und Alleinerziehende. Allen 63 Bewohnern inklusive 13 Kindern stehen Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel eine Werkstatt, ein Kinderraum und eine Gästewohnung zur Verfügung. Mit der Errichtung einer gemeinschaftlichen Solaranlage auf den bestehenden Gebäuden kommt jetzt ein weiterer Baustein zum ökologischeren Wohnen hinzu. Betrieben wird die Wohnanlage in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft.
Für die finanzielle Förderung des Projekts hat sich die Lawoge im Dezember 2020 bei dem Förderprogramm Solidar-Solar2.0 beworben. „Die Förderbewilligung trug entscheidend dazu bei, die Bewohnerinnen von der Investition über 100.000 Euro in Photovoltaik zu überzeugen“, so Luise Hentschel. Zusätzlich bewirbt sich die Lawoge jetzt beim Land Rheinland-Pfalz um eine Förderung für den Stromspeicher.