Landau Freundin und Vertraute für die singenden Kids

91-90911909.jpg

„Es gibt nichts Schöneres als mehrstimmigen Gesang“, schwärmt Maren Beiner aus Rohrbach. Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht ihr Freude, die 33-jährige leitet den Kinderchor in ihrem Wohnort und die „Chorällchen“ in Berg.

Berg/Rohrbach. „Die Harmonien entstehen schon, wenn man zu zweit singt“, sagt Beiner. „Allerdings war es in meiner Kinderzeit nicht immer ,harmonisch’“, lacht sie und verrät, dass im Hause Beiner zwar schon immer gerne und viel in Küche und Kirche gesungen wurde, „aber Mama und Oma leider nicht immer den richtigen Ton getroffen hatten“. Schon als kleines Mädchen spürte sie eine gewisse Musikalität, die in der Schule, im Schulchor und im Kinderchor des „Liederkranz“ in Rohrbach gefördert wurde. Gepaart war die Freude an der Musik jedoch auch mit Strenge und Konsequenz der Lehrer. „Erst heute weiß ich, dass diese Exaktheit in der Musik notwendig ist und mir diese grundlegenden Fähigkeiten in meiner späteren Ausbildung und der heutigen Tätigkeit als Dirigentin sehr zugute kamen“, erzählt sie. An der Stage School Hamburg erhielt Maren die Zulassung und wurde in Gesang, Schauspiel und Tanz ausgebildet. „Die tollen Stimmen, die Geschichten und die Magie eines Musicals haben mich schon immer gereizt.“ Obwohl die Arbeit auf der Musical-Bühne sehr erfüllend war, strebte Maren Beiner nach persönlicher und fachlicher Weiterentwicklung. Sie erteilte Gesangsunterricht, machte die Chorleiterprüfung und leitete Erwachsenen- und Kinderchöre. Geblieben sind der Kinderchor Rohrbach und die „Chorällchen“ in Berg. Denn die meiste Zeit steckt Maren Beiner in ihr Lehramtsstudium in Landau. Sie möchte Grundschullehrerin mit den Schwerpunkten Deutsch und Musik werden. Die Masterarbeit wird mit Musiktheater zu tun haben. „Gerade im Grundschulalter sind Kindern noch bereit musikalisch zu experimentieren und auszuprobieren. Die Freude, wenn alle gemeinsam Musik machen, ist ein schöner und dankbarer Teil des Lehrberufs“, sagt die junge Frau. Auf Kinder ist Maren Beiner durch das Dirigieren ihrer beiden Chöre längst eingestellt und weiß, es braucht neben dem richtigen Ton und Rhythmus auch noch andere Eigenschaften: „Man ist Freund, Ansprechpartner und Vertrauter für die Kinder, und vor den Aufführungen wird man Antreiber und Motivator.“ Sind die Texte witzig, wie beim beliebten „Regenlied“, hellen sich die Gesichter automatisch zu einem Lächeln auf, wie man bei der Chorprobe in Berg beobachten kann. Die kleineren Kinder mögen gerne deutsche Texte und lernen diese erstaunlicherweise innerhalb weniger Stunden. Die älteren Kinder singen gerne englische Texte, am liebsten von ihren Stars, und da auch einige Kinder aus Frankreich kommen, sind die „Chorällchen“ fast ein „europäischer Chor“. Maren Beiner ist überzeugt, dass immer wieder Generationen folgen werden, die Lust und Freude am Singen haben: „Gemeinsames Singen und Musik verbindet Menschen. Musik ist die universelle Sprache schlechthin und ein Leben ohne Musik wäre für mich ein trauriges Leben.“ Die Serie In der Serie „Im Takt“ stellen wir junge Dirigenten in der Region vor. Die Serie erscheint in unregelmäßigen Abständen in „Marktplatz regional“. |bp

x