Landau Freunde über Grenzen hinweg
„Klasse!“ oder „Jederzeit wieder!“ Das sind nur einige Bewertungen, die die Eindrücke der Schüler aus dem elsässischen Lauterbourg und am Gymnasium in Bad Bergzabern wiedergeben. Dieses positive Fazit aus der achten und neunten Klasse hat auch einen Grund: Gemeinsam und erfolgreich haben sie an einem Wettbewerb zum grenzüberschreitenden EU-Projekt „e-Twinning“ teilgenommen.
So war laut Aussage der Schüler neben den persönlichen Kontakten der allerbeste „Knaller“ der dritte Platz bei diesem Wettbewerb. Dieses „e-Twinning“-Projekt ist ein Programm, das Schulen aus der EU über das Internet miteinander vernetzt. Seit 2007 ist es ein Teil des Comenius-Programmes der EU für Schulen. Auf die Idee, dieses Projekt an die Schulen von Lauterbourg und Bad Bergzabern zu holen, kamen die beiden Lehrerinnen Ingrid Abbe aus Lauterbourg und Marion Roloff vom Gymnasium in Bad Bergzabern. Beide wollten ein Projekt mit ihrer jeweiligen Klasse umsetzten. Was lag da näher, als ein grenzüberschreitendes Vorhaben? 2017 Jahr ging es los. Drei Treffen wurden organisiert, indem die Geschichte, Erdkunde, das Kennenlernen der jeweils anderen Schule und vor allem der Ort Scheibenhard(t) auf dem Programm standen. Denn unter dem Thema „Scheibenhard trifft Scheibenhardt“ nahmen die Schulen das Phänomen „Grenze“ in den Fokus. Sie reflektierten Erzählungen von Bürgern im Ort, persönliche Erfahrungen und nahmen eine „Zerrissenheit“ des Ortes wahr, die sogar heute noch spürbar ist. Den dritten Platz gewannen die Schüler schlussendlich, da sie aus den Fakten des Ortes ein neues fiktives Dorf erstehen ließen. Die Jury meinte dazu: Das Projekt zeigt vorbildlich, wie reale und virtuelle Begegnungen Teil des Unterrichtes werden können. Und durch die Erstehung und Gestaltung eines gemeinsamen Ortes, der als Sinnbild der deutsch-französischen Freundschaft steht. Dabei war trotz aller schulischen Aufgaben das letzte Treffen das Schönste. Sie erkundeten gemeinsam einen Barfuß-Pfad, erklommen die Haut-Koenigsbourg, die Hohkönigsburg, in Colmar und hatten Spaß bei Eis und Pizza. Zum Anbringen der „eTwinning-Qualitätssiegel“-Tafel, bei der sich neben dem Schulleiter Pete Allmann, auch der Direktor der Lauterbourger Schule, Mathieu Lacanal, einfanden, standen viele der Projektschüler mit Schraubenzieher bereit. Alle sind sehr stolz auf das Qualitätssiegel, den dritten Platz und die Freundschaft die aus diesem Projekt über die Grenze hinweg „hiwwe und driwwe“ erwachsen ist.