Landau Folgen noch heute spürbar

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Zum Vortrag „Martin Luther und Kaiser Karl V. – Zwei Personen im Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat“ lädt die Stadt Bad Bergzabern für den morgigen Donnerstag, 19.30 Uhr, ins Haus des Gastes ein. Referent ist Bernd Engel, freier Historiker aus Rohrbach.

Um das Jahr 1500 brachten turbulente Ereignisse Veränderungen in Europa. Spanien beutete Mittelamerika aus und der Habsburger Kaiser Karl V. sah die Erfüllung seines Traums von einer österreichischen Weltmacht zum Greifen nahe. Die Kurfürsten waren wenig begeistert von dem Verkauf von Ablasszetteln, weil so das Geld aus ihren Ländern in die Bauten des Vatikans floss. Besonders Martin Luther mahnte Reformen der Kirche an und erregte mit seinen 95 Thesen große Aufmerksamkeit. Nach einem erfolglosen Versuch des päpstlichen Gesandten Cajetan, Luther zum Widerruf seiner Thesen zu bewegen, kam aus Rom die Bannbulle. Auf dem Reichstag zu Worms 1521 unter Vorsitz des 21-jährigen Kaisers Karl V. war Martin Luther geladen, um seine Lehren zu widerrufen, was er verweigerte. Er wurde mit der „Reichsacht“ belegt, erhielt aber von Kurfürst Friedrich von Sachsen („der Weise“) Schutz auf der Wartburg, wo er Teile der Bibel ins Deutsche übersetzte. Diese Veröffentlichung führte zusammen mit den 95 Thesen zu einer Reformation mit weitreichenden sozialen und politischen Folgen, die noch heute spürbar sind. (rhp) Termin Donnerstag, 14. April, 19.30 Uhr, Haus des Gastes, Bad Bergzabern. Der Eintritt ist frei.

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