Landau Flugzeug schlägt „Salto“

Die Kinder durften im Flugzeug auch mal „probesitzen“.
Die Kinder durften im Flugzeug auch mal »probesitzen«.

Wenn ich einmal ein großer Biber bin, möchte ich Pilot werden! Denn Fliegen muss einfach herrlich sein. Aus der Luft sehen die Häuser nämlich so klein wie Spielzeug aus. Doch wie fühlt es sich eigentlich an, in einem richtigen Flugzeug zu sitzen? Das muss ich unbedingt auf dem Flugplatz in Schweighofen ausprobieren.

«Freckenfeld/ Schweighofen.»Der ist gar nicht weit von meinem Biberbau entfernt und am Wochenende immer für neugierige Fluginteressierte geöffnet. Natürlich nehme ich mir auch ein paar „Kopiloten“ mit. 14 Kinder aus der Eulengruppe des Kigas „Bärenland“ aus Freckenfeld begleiten mich gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und staunen nicht schlecht, als sie vor echten Flugzeugen stehen. Sogar probesitzen dürfen wir in einem der Motorsegler. Der Vorstand des Aeroclubs Schweighofen, Andreas Vogt, und seine Lebensgefährtin Cornelia Koscher aus Neustadt erklären uns dabei etwas zu den Flugzeugen. „Das ist toll“, sagt die vierjährige Paula, als sie das Lenkrad bewegt. „Damit steuerst du gerade das Querruder“, meint Cornelia Koscher, „wenn du dazu noch das Pedal drückst, dann bewegst du auch das Seitenruder und kannst Kurven fahren.“ Die zweijährige Marleen schaut ganz stolz aus dem Cockpit heraus, während sich die vierjährige Lotta auf die Fläche gesetzt hat und die Aussicht genießt. Manche der Kinder wollen jedoch nicht auf oder in das Flugzeug steigen, sondern lieber Blumen auf der großen Grasfläche pflücken. „Wir freuen uns immer, wenn Kinder aus Kindergärten oder Grundschulen den Flugplatz besuchen kommen. Zu Hause schlagen sie es dann vielleicht ihren Eltern als Ausflugsziel vor“, sagt Andreas Vogt. „Am Wochenende wird immer geflogen. Dann kann man sich auf unsere Terrasse setzen, vielleicht etwas trinken und den Flugzeugen am Himmel nachschauen.“ Plötzlich kommt ein ganz besonderes Flugzeug aus der Halle gerollt. Ein gelb-schwarzes Flugzeug, das richtige Kunststücke machen kann. Während der fünfjährige Simon und die fünfjährige Anna noch überlegen, ob es wie die Biene Maya oder doch eher wie eine Tigerente aussieht, macht der Pilot Michael Rosport sein Flugzeug startklar. Die Kinder stürmen währenddessen zum Turm der Flugleitung, um besser sehen zu können. „Hey, das Flugzeug fährt ja weg“, ruft Tim. Doch keine Angst. Das ist wie beim Rennen oder Weitspringen: Bevor das Flugzeug losfliegen kann, muss es auf der Start- und Landebahn erst einmal richtig schnell werden. Aus dem Turm kommt nun eine Stimme, die über Funk mit Andreas spricht. „Der Mann, den man hier hört, ist der Pilot, der im Flugzeug sitzt“, erklärt Erzieherin Tanja. Es dauert ein paar Minuten, bis das Flugzeug zurückkommt. Die Kinder gehen in dieser Zeit auf den Spielplatz. Von der großen roten Spieldampfwalze aus kann man nämlich auch ganz wunderbar sehen. „Hey, der macht ja einen Salto“, rufen zwei Mädchen ganz aufgeregt und meinen damit eigentlich den Looping, den der Pilot gerade über dem Bienwald macht. Doch ob Salto oder Looping ist völlig egal − Flugzeuge sind einfach immer toll!

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