LANDAU Festungsfund bei Aldi

Stützmauern des Albersweiler Kanals unter dem Ali-Parkplatz.
Stützmauern des Albersweiler Kanals unter dem Ali-Parkplatz.

Unter dem Parkplatz von Aldi in der Annweilerstraße in Landau verläuft ein Teil des Albersweiler Kanals. Den hatte der französische Baumeister Vauban 1687/88 zum Bau der Festung Landau anlegen lassen, um Steine aus den Gneissteinbrüchen bei Albersweiler nach Landau transportieren zu lassen. Das sieben Kilometer lange Bauwerk verlief in etwa parallel zum heutigen Bahndamm der Bahnlinie Godramstein-Landau. Es gibt noch Reste dieser ältesten künstlichen Wasserstraße Deutschlands parallel zur Queich.

Die Grabung der Landesarchäologen auf dem Parkplatz steht in Zusammenhang mit dem Bauvorhaben von Aldi-Süd. Das Unternehmen plant einen mehrstöckigen Neubau mit Studentenappartements über seinem Discounter. In Landau steht seit drei Jahren alles, was von der Festung Landau noch übrig ist, unter Schutz. Uwe Kai Jacobs, Rechtshistoriker an der Uni Mainz, Landauer und am Thema interessiert, erzählte im Gespräch mit der RHEINPFALZ, dass wegen ungenauen Kartenmaterials nicht metergenau bekannt sei, wo der Kanal verlaufe. Insofern ist der Fund bedeutsam. Laut Jacobs reicht die Grabung nicht bis zur Sohle des Kanals, diese liege noch tiefer. Zu sehen seien Stützmauern.

Die Stadtverwaltung Landau teilte mit, dass Aldi die Planung für die Fundamente anpassen müsse. Nicht weit entfernt, nämlich am Westbahnhof, lag damals ein Hafenbecken des Kanals.

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