Landau Festungsbauverein mit neuem Anführer

Der Festungsbauverein saniert die Lunette 41 im Savoyenpark.
Der Festungsbauverein saniert die Lunette 41 im Savoyenpark.

Der im Jahr 2011 gegründete und mittlerweile 437 Mitglieder zählende Festungsbauverein „Les amis de Vauban“ setze mit seinen tatkräftigen Mitgliedern Maßstäbe für bürgerschaftliches Engagement. Das erklärte Bürgermeister Maximilian Ingenthron, der in der Mitgliederversammlung die Wahl leitete. Auch wenn der Baudezernent lobte, dass der Festungsbauverein mittlerweile ein Markenzeichen der Stadt Landau geworden sei, war und ist das Verhältnis zwischen Stadt und Verein nicht immer ganz einfach. Erhaltungsforderungen des Vereins und Stadtumbaupläne der Stadt lassen sich nicht in jedem Fall unter einen Hut bringen, wie vor allem der Streit um die Lunette 38 gezeigt hatte. In den ersten sieben Jahren habe der Verein erfolgreich verdeutlicht, dass die Landauer Festung trotz der Schleifung am Ende des 19. Jahrhunderts in der Stadt noch immer allgegenwärtig ist, sagte Ingenthron. Sie sei das flächenmäßig größte Denkmal in Rheinland-Pfalz. Ingenthron zufolge sollen dieses Jahr zwei weitere Informationsstelen aufgestellt werden: eine am Reduit beim Quartier Chopin und eine an der Lunette 41 im Savoyenpark. Die mittlerweile sieben Säulen und das schon 10.000mal und verteilte Faltblatt „Der Festungsweg“ zeigten die Größe und Komplexität der Landauer Festung. Ein bisschen Statistik gab es auch: So lernten 2017 mehr als 1200 Menschen bei 76 Führungen – vor allem durch die Lunette 41 – die Festung „von innen“ kennen. Mit den Führungen nahm der Verein vergangenes Jahr mehr als 10.000 Euro ein. In den Ausbau der Lunette 41 hat er 2017 rund 27.000 Euro investiert. Bärbel Imo berichtet, dass die Führung durch diese Lunette ab dem 1. April 2018 für Pfalzcard-Nutzer kostenlos sein wird. An die Erfolge des alten Vorstands anknüpfen und diese fortsetzen ist das erklärte Ziel des neuen Vorsitzenden Hans-Dieter Hirschfeld. Der sagte bei seiner Vorstellung, er sei seit 16 Jahren leidenschaftlicher Landauer. Davor habe er die ersten 61 Jahre seines Lebens in Karlsruhe gelebt. Der Festungsbauverein, dem er seit fünf Jahren angehöre, sei Teil seiner neuen Heimat geworden. Nach seiner einstimmigen Wahl dankte Hirschfeld seiner Vorgängerin Juliane Letz, die schweren Herzens ihr Amt als erste Vorsitzende aufgab, da sie Familiennachwuchs erwartet. Letz habe mit großem Engagement und viel Fachlichkeit die Geschicke des Vereins gesteuert. Der Archäologe Frank Krämer wurde als zweiter Vorsitzender bestätigt. Peter Weiler, der bisherige Schriftführer, wurde als Kassenwart gewählt. Denn Bärbel Imo, die seit der Vereinsgründung für die Finanzen zuständig war, legte ihr Amt nieder, da sie ein Sabbatjahr nimmt. Sie wird den Sommer auf einer Alm in den Alpen verbringen und den Winter vielleicht in Südamerika. Elke Stetter-Gassan, die Besucher durch die Festungsanlagen führt, wurde neue Schriftführerin. Der Vorstand Neu in den erweiterten Vorstand wurde Christine Thelen gewählt. Als weitere Beisitzer wurden Horst-Julius W. Schirmer, Leiter der Arbeitsgruppe (AG) Marketing, Wolfgang Hendrich (AG Veranstaltungen) sowie Jörg Seitz (AG Baustellen und AG Ausstellungen) wiedergewählt.

x