Landau Fachmarktzentrum:

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Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein funktionierender Wettbewerb, der Angebot und Nachfrage regelt, wird nun mit allen Mitteln versucht außer Kraft zu setzen. Nicht nur die Stadt Landau, auch die Modehäuser, ziehen alle Register, um die Realisierung eines Einkaufszentrums in Rohrbach zu verhindern. Der Endverbraucher hat das Nachsehen. Auch sollte die junge Generation nicht vergessen werden, die sich in Rohrbach gerade wegen der guten Entwicklung dort angesiedelt hat. Dieses so wichtige Nahversorgungskonzept wird bei dieser Betrachtungsweise zunichte gemacht. Hat man schon einmal darüber nachgedacht, dass dieses Einkaufszentrum auch als Magnet für die gesamte Region gesehen werden kann und letztendlich alle davon profitieren – auch die Stadt Landau im weitesten Sinne? Durch diese egoistische Denkweise Landaus und der städtischen Einzelhändler wird diese ländliche Region nun enorm geschwächt. Um es auf den Punkt zu bringen: Landau ist nicht der Nabel der Welt. (...) Der Gemeinderat wurde von dem Projektentwickler bereits vor Ablauf des Mietvertrags mit dem Real-Markt informiert, zuletzt in der Gemeinderatssitzung am 17. Dezember 2015. Außerdem soll sich bereits zum Runden Tisch im Oktober 2014 die schließlich gefundene Lösung abgezeichnet haben (...). Zu einer Änderung des bestehenden Bebauungsplanes durch die Gemeinde bestand deshalb zu keiner Zeit Anlass. Herr Hirsch wirft das der Gemeinde vor. In der Bauvoranfrage wurde unter anderem angegeben, dass 5500 Quadratmeter Verkaufsfläche für Textilien vorgesehen sind. (...) Antragsteller für die Bauvoranfrage war der in den Niederlanden ansässige Eigentümer der Immobilie. Ohne in die Akten zu sehen, hätte man auch beim Bauantrag nicht gewusst, dass ein Modepark Röther ins Fachmarktzentrum kommen soll, der neue Eigentümer ist nämlich nicht der Modepark Röther sondern die der Firma Röther gehörende CC Development GmbH. Die Mieter der einzelnen Flächen in den Antragsunterlagen aufzuführen, war auch nicht notwendig, es diente alleine der Transparenz. (...) Dass Ladenbesitzer vor Eröffnung eines neuen Ladens eine Ablöse für 32 Parkplätze in Höhe von 300.000 Euro zahlen mussten, ist keine Position, die das Bauen in der Stadt Landau verteuert, im Gegenteil. Eine Ablöse ist eine einmalige Gebühr, Parkplätze werden von der Stadt gebaut, auf Dauer erhalten und gepflegt. Für die Parkplätze in Rohrbach fielen/fallen Kosten für den Kauf des Grund und Bodens mit Aufbau, (...) Instandsetzung und auf Dauer Pflege und Reparaturen an. Die Ablöse für Stellplätze ist also sowohl kurz- als auch langfristig fest kalkulierbar und billiger als im Fachmarktzentrum auf der grünen Wiese. Wer in der Stadt und in der frequentierten Fußgängerzone baut, hat auch den Vorteil, dass Besucher zunächst ohne Kaufabsicht einfach den Laden betreten und dann doch eventuell kaufen. Auf die „grüne Wiese“ kommen jedoch nur Leute, die geplant dorthin fahren. Herr Hirsch benennt auch die Informationen zu Bauvoranfrage bzw. Baugenehmigung als „Bring-, nicht Holschuld“. Soll damit frei gesprochen werden, dass erst jetzt nachdem bereits mehr als drei Millionen Euro verbaut wurden, Einwand erhoben wird? Die Städte Landau, Kandel und Wörth wurden informiert, Akteneinsicht von der Kreisverwaltung angeboten, aber wohl nicht als notwendig erachtet. Wenn Landau so sehr auf Schutz vor Konkurrenz aus ist, wäre da nicht Initiative gefordert gewesen? Ein Blick in die Akten hätte jedenfalls Klarheit gebracht. (...) Fatal ist, dass die Grundversorgung mit Lebensmitteln abhängig ist von dieser Ansiedlung einschließlich Textilmarkt und Rohrbach keine anderen Möglichkeiten offen hat. Alles in allem: Vieles unrichtig, vieles demagogisch, vielleicht wahlpolitisch, oder ist die Lobby der Textilhäuser so drängend? (...) Der empfohlene Kompromiss ist scheinheilig und dient der Verzögerung, die letztendlich zum Aus führt. (...) Was die Menschen in Rohrbach und Umgebung an Lebensqualität mit dem umfangreichen Real-Supermarkt hatten, wollen die neidischen Landauer uns nun verweigern. Um ein paar einfache Dinge zu kaufen, müssen wir Rohrbacher und Bürger der Nachbarorte Steinweiler, Insheim, Impflingen, Billigheim, Heuchelheim und dem Elsass (...) nach Landau fahren. Senioren ohne Auto sind die Abgehängten. Hier wird versucht, die nach Baurecht schon lange erteilte Baugenehmigung und das Bestandsrecht uns zu Unrecht mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten zu verweigern. Wir werden keinen faulen Kompromiss zur Aufbröselung der Genehmigung eingehen und uns dem Landauer Stadtrat nicht unterwerfen. Teure Produkte (Autos, Elektronik, Textilien) werden wir sicherlich nicht mehr in Landau kaufen. Der schon weit fortgeschrittene Bau unseres Fachmarktzentrums darf für profitinteressierte rücksichtslose Landauer Geschäftsleute nicht unterbrochen werden. Ich hoffe, dass wir Bürger letztendlich nicht für den immensen Schadensersatz über viele Millionen für alle Planungs- und Bauaktivitäten über zum Beispiel Umlagen und Tricksereien bluten müssen. (...) Das gute pfälzische Klima zwischen Rohrbach und Landau ist nun endgültig vergiftet. Warum erkennt kein Landauer Geschäftsmann, dass die Idee des Widerspruchs (...) kontraproduktiv sein und als Schuss nach hinten losgehen wird? Die vielen Modehäuser in Landau haben überzogen und leiden nun an der Aufteilung ihrer hohen Gewinne auf zu viele eigene Modehäuser, die doch auch für Centbeträge in Bangladesch unter erbärmlichen Zuständen nähen lassen. (...) Besonders unangemessen ist Ihr diskriminierender Kommentar „Sehend ins Verderben“ über unsere Landrätin Theresia Riedmaier, die sich für uns Verbraucher gegen jegliche undemokratische Veränderung einsetzt. Sie unterstützen Ihre Landauer und missbrauchen Ihre Pressemacht. (...)

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