Landau Ein Tier ist kein Weihnachtsgeschenk

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Immer wieder kommt es vor, dass Halter ihre Hunde, Katzen und andere Lieblinge aus verschiedenen Gründen abgeben müssen. Um solche Tiere kümmert sich das Landauer Tierheim „Maria Höffner“. Über die in der Südpfalz mittwochs zusätzlich erscheinenden RHEINPFALZ-Seiten „Marktplatz regional“ hat das Team in diesem Jahr rund 30 Tiere an neue Besitzer vermittelt.

Als der 17-jährige Kater der Familie Kleindienst aus Knittelsheim während ihres Urlaubs verstarb, war der Wunsch nach einer neuen Katze groß. Hund Cembi war es gewohnt, mit einer Katze zusammen zu leben und wollte nicht alleine bleiben. Am Nachmittag des 14. Septembers wollte sich das Ehepaar auf den Weg ins Tierheim machen, doch dann entdeckte Ursula Kleindienst Filou im „Marktplatz regional“. Als ihr Mann Werner vom Einkaufen nach Hause kam, empfing sie ihn mit der Botschaft: „Ich habe unseren neuen Kater bereits gefunden – Filou ist der Richtige“. Irma Gundermann vom Tierschutzverein „Sonnenschein“ in Wörth wusste beim Anruf der Familie Kleindienst sofort, dass Filou dort in den richtigen Händen ist. Sie vermittelte den Kater, der an chronischem Katzenschnupfen leidet. Seine Krankheit war für die neuen Besitzer kein Hindernis. Nicht nur der Wörther Tierschutzverein sucht immer wieder nach neuen Herrchen und Frauchen für abgegebene Tiere. Auch im Landauer Tierheim „Maria Höffner“ wurden in diesem Jahr 310 Tiere vermittelt – davon waren rund 30 als „Tier der Woche“ im „Marktplatz regional“ zu sehen. Während die Online-Tiervermittlung vor allem von jungen Leuten genutzt werde, spreche die wöchentliche Rubrik in „Marktplatz regional“ eine andere Zielgruppe an. „Bei den älteren unscheinbaren Tieren melden sich zwar wenige Interessenten. Die meinen es dann aber wenigstens ernst“, berichtet Stefanie Heinrich vom Landauer Tierheim. Leider komme es immer wieder vor, dass Halter ihre Tiere abgeben, sobald diese alt oder krank werden. „Die Tiere funktionieren nicht mehr wie gewünscht, deshalb werden sie einfach abgeschoben, dies ist für uns nicht nachvollziehbar“, erzählt Heinrich weiter. Sie und ihre Landauer Kollegen nehmen sich bei der Vermittlung von Tieren viel Zeit, und helfen auch gerne bei Problemfällen mit Hausbesuchen aus. Deshalb kommen nur wenige Tiere ins Heim zurück. Ursache dafür sei meist, dass sich das Tier mit dem Zweittier der neuen Familie nicht versteht. Häufig passen auch die Vorstellungen von Menschen nicht zu den Bedürfnissen eines Tieres – eine Katze, die an Freigang gewohnt ist, kann beispielsweise schlecht an einer viel befahrenen Straße leben, erklärt Stephanie Heinrich. Um die Weihnachtsfeiertage sei die Vermittlungsrate nicht erhöht. Es scheint allgemein bekannt zu sein, dass man Tiere nicht verschenken sollte. Die meisten Abgaben gibt es zwischen November und Februar, ein dreiviertel Jahr nach der Welpenzeit. „Wenn es im Frühjahr ein kleines Tierbaby gab, merken die Leute häufig nicht direkt, dass etwas nicht passt“, meint Heinrich. Meist vergingen Monate, während das Tier schwieriger wird. „Sechs bis neun Monate nach der Anschaffung ist meist der Zeitpunkt, wo das Problem eskaliert.“

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