Landau
Edenkoben: Anwohnerin ärgert sich über ungepflegtes Grundstück, das der Stadt gehört
Gertrud Hellmann aus Edenkoben ist wütend: „Seit sechs Jahren wohne ich jetzt hier und solange beschäftigen mich diese Brennnesseln schon“, sagt sie. Hellmann wohnt am Paul-Gillet-Platz und ärgert sich über ein Grundstück, das angeblich der Gemeinde gehört.
Das Grundstück werde vernachlässigt, sagt Hellmann. Die Brennnesseln hätten inzwischen bereits eine Höhe von bis zu zwei Metern erreicht. „Das sieht unordentlich aus und ist für spielende Kinder zum Beispiel auch gefährlich“, findet sie. Sie wisse auch nicht, was mit dem Gelände eigentlich geplant war. „Die Wiese ist vielleicht 50 Quadratmeter groß. Die Gemeinde hätte sie ja damals einfach mit dem Bauplatz zusammen verkaufen können“, wundert sie sich.
Sie habe schon mehrfach versucht, auf das Thema aufmerksam zu machen: „Vor zwei Jahren hat sich der damalige Bürgermeister die Wiese persönlich angeschaut und versprochen, sich darum zu kümmern. Doch danach ist nichts passiert“, sagt Hellmann. Ihre weiteren Versuche seien ebenfalls erfolglos verlaufen – immer wieder sei sie von den Mitarbeitern der Gemeinde vertröstet worden.
Die Arbeiter, die die Grünflächen bei einem nahegelegenen Parkplatz mähen, habe sie auch angesprochen. „Ein Arbeiter der Verbandsgemeinde erbarmte sich einmal, die Brennnesselwiese zu mähen. Doch es ist ja nicht meine Aufgabe, das denen zu sagen“, meint die Edenkobenerin.
Auf Nachfrage erklärt der Edenkobener Bürgermeister Ludwig Lintz (CDU), Gertrud Hellmann habe ihn nur einmal wegen der Wiese angesprochen. Er habe sich das Gelände angeschaut und schätzt es auf etwa neun Quadratmeter. „Ob die Wiese der Gemeinde gehört, weiß ich nicht“, sagt Lintz über die Eigentumsverhältnisse. Er wollte den Fall klären und sich bis Freitag vergangener Woche bei der RHEINPFALZ melden. Selbst bis zum gestrigen Montag kamen aber trotz mehrerer Versuche der Kontaktaufnahme keine weiteren Informationen von Lintz.