Landau / SÜW
Digitaler Impfnachweis: Viele Südpfälzer Apotheken machen mit
Einfacher und handlicher soll er sein – der digitale Corona-Impfnachweis oder Covpass, der seit Montagmorgen in Apotheken im ganzen Land bezogen werden kann. Vorteile: Niemand muss seinen gelben Impfausweis mehr in den Urlaub mitschleppen, das wichtige Dokument kann ja auch verlorengehen. Das Smartphone hingegen hat in der Regel jeder Reisende dabei. Pflicht ist er nicht, betont das Bundesgesundheitsministerium, der Covpass ist als ergänzendes Angebot gedacht. Er enthält neben dem Namen und dem Geburtsdatum Infos zum Impfzeitpunkt sowie zum Impfstoff.
In der Südpfalz machen laut der Übersicht auf dem Internet-Portal mein-apothekenmanager.de sehr viele Apotheken mit. Eine davon ist die Adler-Apotheke am Landauer Rathausplatz. Die Apotheke habe sich in der vergangenen Woche für das Angebot registriert, sagt Apothekerin Bärbel Eberle-Mayer. Das Ziel: „Wir wollen den Leuten vieles erleichtern – den Besuch in einem Restaurant oder Museum oder die Urlaubsreise.“ Mit dem QR-Code auf dem Smartphone gehe das viel schneller. Die jüngeren Menschen lebten sowieso mit dem Smartphone, auch die meisten älteren nutzten das Gerät. Am Montagvormittag seien bereits viele Interessenten gekommen und hätten sich registriert. Die Nachfrage sei groß. „Viele Menschen haben glücklich die Apotheke verlassen“, berichtet Eberle-Mayer.
Technische Probleme beim Start
Nun gab es im Lauf des Montags an manchen Stellen ein kleineres Problem: Die Server sind ab und an in die Knie gegangen. Von anderen kleinen Problemen berichtet auch Apothekerin Nicole Schneider, Inhaberin der Viehstrich-Apotheke in Steinfeld. Manchmal habe es ein wenig gedauert, bis der Covpass da war. Aber auch mit hakender Technik habe sie am Montagmorgen bereits rund 30 digitale Impfnachweise ausgegeben. „Wir hatten mit einem größeren Ansturm gerechnet“, sagt sie, aber sie macht sich nicht kirre. Die Menschen hätten wohl in jüngerer Vergangenheit gelernt, dass es bei neuen digitalen Angeboten am ersten Tag zu technischen Problemen kommen könnte. Der neue Nachweis sei für sie „ein sinnvoller Service für die Kunden“, betont Schneider. Sie geht davon aus, dass nach dem ersten Ansturm alles stabil laufen wird.
Menschen, die das neue System nutzen wollen, müssen sich zunächst die vom Robert-Koch-Institut bereitgestellte Covpass-App oder die Corona-Warn-App installieren. Danach geht’s mit dem gelben Impfpass oder der Impfbescheinigung zu einer teilnehmenden Apotheke. Diese entnimmt dem Impfnachweis die wesentlichen Daten und gibt sie in ein System ein. Es wird ein QR-Code erstellt, den der Nutzer mit dem Smartphone über die App scannen muss. Der ganze Vorgang ist für den Geimpften kostenlos, die Apotheken erhalten 18 Euro aus Bundesmitteln für den Vorgang.
Im Netz
Ob Ihre Apotheke den digitalen Impfpass ausstellt, erfahren Sie im Netz unter mein-apothekenmanager.de. Die App für das Smartphone gibt’s unter digitaler-impfnachweis-app.de.