Am Rande Die Partei will nicht neben der AfD sitzen
Erstmals seit der Pandemie hat der Stadtrat nicht mehr in der Festhalle, sondern wieder im Sitzungssaal des Rathauses getagt. Käthe Kerbstat, Vertreterin von Die Partei, kam dabei, vom Tisch des Stadtvorstands aus gesehen, hinten links zu sitzen, an einem Zweiertisch mit Norbert Herrmann von der AfD. Da hatte man zwei zusammengewürfelt, die keiner Fraktion angehören, aber politisch kaum weiter voneinander entfernt sein könnten. Das machte Kerbstat nicht nur dadurch deutlich, dass sie so weit wie möglich von ihrem Nebenmann abrückte und schließlich neben dem Tisch saß, sondern auch durch ihre Forderung an den Stadtvorstand, entweder Herrmann oder ihr selbst künftig einen anderen Sitzplatz zuzuweisen. Ihr Nebenmann könne gerne neben der CDU sitzen, da sei man sich thematisch viel näher, sagte sie unter lautem Murren der Christdemokraten. Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) hat nichts versprochen, aber eine Prüfung zugesagt. Im Bundestag wäre so etwas ein Fall für den Ältestenrat gewesen, der soll sich auch hier des Themas annehmen.