Landau Das Landauer Zoo-Restaurant ist wieder da
Vier Monate war die Küche kalt geblieben. Jetzt laden Volker Kürner und Denny Straub ins „Chakalaka“ ein.
Wenn der Magen von Tim lauter knurrt als die zwei Tiger im Gehege des Landauer Zoos, dann sollte Mutti ihr Raubtier schnell füttern. Nichts eingepackt? Keine Lust auf Kiosk-Wurst? Macht nichts. Denn ab Freitagabend hat das Zoorestaurant wieder geöffnet. Das heißt dann nicht mehr „Pytel’s“, sondern „Chakalaka“ – benannt nach einer afrikanischen Würzsoße. Denn der neue Pächter, Volker Kürner aus Bad Bergzabern, setzt das Afrikakonzept des Zoos fort: Innen wie außen ähnelt das Restaurant weiterhin einer afrikanische Lodge. Passend dazu soll in zwei bis drei Jahren gegenüber vom „Chakalaka“ das Afrikagehege entstehen. „Das Restaurant ist unabdingbarer Bestandteil unseres Gesamtangebots. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir unseren Besuchern endlich wieder den vollen Service bieten können“, freute sich Zoodirektor Jens-Ove Heckel, der am Montag den neuen Pächter vorstellte. Der 47-jährige Gesellschafter ist seit über 20 Jahren in der Gastronomie tätig. Er betreibt mehrere Restaurants in Deutschland, darunter das Hotel Kurparkblick in Bad Bergzabern.
Ausschließlich für Zoobesucher
Zusammen mit dem 30-jährigen Denny Straub, der die Geschäftsführung des neuen alten Restaurants übernimmt, möchte Kürner einen Ort schaffen, an den die Leute gerne kommen. „Die Zoobesucher sollen sich genauso wohl fühlen wie unsere Abendgäste“, betont Kürner, der künftig auch den Kiosk betreibt. Wie schon zuvor, wird das Restaurant mittags von 11 Uhr bis Kassenschluss ausschließlich für Zoobesucher geöffnet sein. Abends sowie an Sonn- und Feiertagen öffnen die Gastgeber dann für alle. Neu ist allerdings, dass es werktags keinen Service geben wird, stattdessen Selbstbedienung. „Wir suchten nach einem Konzept, mit dem wir gut und schnell auf großen Besucherandrang reagieren können“, erklärte Kürner die Idee. Deshalb habe man auch die Mittagskarte – die frische, regionale und gut bürgerliche Gerichte anbietet – kleiner gehalten.
Gehoben, aber nicht abgehoben
Am Abend gibt es den klassischen A-la-carte-Service und ein größeres Speisengebot. Dazu gehören auch eine Handvoll afrikanische Gerichte. „Es wird gehobener, aber nicht abgehoben. Sondern so, wie die Pfalz ist: ordentlich, herzlich, gut“, verspricht Kürner. Den passenden Wein dazu wird das Weingut Kaiserberg aus Nußdorf liefern. „Wir sind froh, dass wir nach monatelanger Vakanz endlich einen Pächter gefunden haben, dessen Konzept zum Zoo passt“ freut sich Rudi Klemm. Pytels hatten Insolvenz angemeldet. Beigeordneter Klemm wollte nicht noch eine Pizzeria haben, sondern ein Konzept, dass sich von den anderen Restaurants der Stadt abhebt. Übrigens, Jahreskarten-Inhaber dürfen sich freuen: Die Pächter möchten treue Zoobesucher mit Angeboten belohnen.