Landau Bornheim: Storchenzentrum will mit Schulen und Kindergärten zusammenarbeiten

Zusammen mit meiner Klasse habe ich vor einigen Tagen das Storchenzentrum in Bornheim besucht. Leider sind die Störche zu dieser Jahreszeit alle ausgeflogen. Macht aber nix. Wir konnten die Vögel trotzdem beobachten. Einige Störche, die in den warmen Monaten in unserer Region leben, tragen nämlich Sender. Und die verraten, wo sich die Störche gerade aufhalten. Auf einer Landkarte im Internet markieren kleine Punkte ihren Aufenthaltsort. Hyazinth, der im Sommer noch in Landau herumgeflogen war, macht zum Beispiel gerade Urlaub in Spanien. Und Ruby aus dem französischen Hagenau verbringt die Winterzeit in Marokko. Ihre Flugstrecke konnten wir nachverfolgen. Beim Blick auf die Karte stellten wir aber auch traurige Dinge fest: Es gibt Störche, die leben auf Müllkippen und suchen dort ihr Essen. Und Twix aus Kleinfischlingen ist in Südmauretanien gestorben. Jessica Lehmann, die neue Leiterin des Storchenzentrums, sagte zu uns bei der Ankunft in Bornheim: „Ihr sollt die Natur um euch herum kennenlernen.“ Und um vielen Kindern und Jugendlichen Lust auf Naturschutz zu machen, möchte sie ab sofort enger mit Kindergärten und Schulen zusammenarbeiten. Die Schulen und Kindergärten schließen einen Vertrag mit dem Storchenzentrum und bekommen vergünstigte Führungen und Angebote. Für Kindergärten bleibt der Besuch kostenlos. Schulen zahlen pro Kopf einen Euro. Neben unserer Biberschule macht auch die Landauer Konrad-Adenauer-Realschule-plus mit. Aber Lehmann wünscht sich noch viel mehr Schulen und Kindergärten. Im Frühjahr will meine Klasse jedenfalls wieder kommen.