Landau Bis zu 130 Wohnungen

Blick auf das Gelände an der Wormser Landstraße in Speyer. Links von der Zufahrt soll gebaut werden.
Blick auf das Gelände an der Wormser Landstraße in Speyer. Links von der Zufahrt soll gebaut werden.

«Bellheim/Speyer.» „Wir sind vom Standort überzeugt“, sagt Gero-Vorstand Roland Gehrlein. Er stammt aus Neupotz und ist mit seiner Gero Real Estate AG in Bellheim ansässig, hat in Speyer aber noch kein Projekt entwickelt. „Unser Schwerpunkt liegt in Frankfurt, wir weiten uns aber aus“, berichtet er und verweist auf Vorhaben in Karlsruhe und Ludwigshafen. In Speyer ist nun die Projektgesellschaft Gero Ludwigsgarten Speyer Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG aktiv. Sie hat das Gelände, auf dem einst die Firma Häußler Fenster produzierte, erworben, will darauf 100 bis 130 Wohneinheiten errichten und gut 30 Millionen Euro investieren. Ab 2022 könnten bestenfalls erste Häuser bezogen werden, rechnet Gero-Architekt Roger Schwartz vor. Geplant sind fünf Baukörper im Geschosswohnungsbau und fünf weitere für Doppel- und Reihenhaus-Struktur, ergänzt um eine Erschließungsstraße sowie einen „Quartiersgarten“ oder Park. Die Firma hat das Grundstück laut Gehrlein im Mai 2017 gekauft und seither an einer Planung gearbeitet, die genehmigt werden könnte. Der Vorstand spricht von einer „Kompromisslösung“, die noch nicht ganz unter Dach und Fach sei und die er deshalb noch nicht öffentlich zeigen will. Die neuen Pläne sollen im Bauausschuss am 5. Februar vorgestellt werden. Danach rechnet Schwartz mit einer rund einjährigen Phase, um einen Bebauungsplan aufzustellen, bevor mit der Erschließung des Areals und der rund zweieinhalbjährigen Bauphase begonnen werden könne. Diskutiert wird unter anderem über die Anzahl der Gebäude, die Bebauungsdichte und die Abstände zu den Grundstücksgrenzen. Erstellt hat das Konzept das Frankfurter Architekturbüro Albert Speer + Partner. Rund 55 Prozent der Fläche würden mit Tiefgaragen unterbaut, so Schwartz, der als Vorteil die Reduzierung des Verkehrslärms nennt. Zur Wormser Landstraße hin schwebt Gero ein Mehrfamilienhaus vor, in dem es geförderten Wohnraum mit begrenzten Mieten geben könnte. Dahinter kämen ein Block parallel zur Straße und drei Blöcke entlang des erhöhten Bahndamms – mit drei Vollgeschossen plus Dachgeschoss die höchsten Teile. Nach hinten zum Roßsprung hin abgestuft sechs Reihenhäuser und mindestens sechs Doppelhaushälften. Die Einfamilienhäuser sollen verkauft werden, bei den Appartements soll Miete und Kauf möglich sein. Selbst bewirtschaften werde Gero die Mietwohnungen nicht, sondern sie an Gesellschaften verkaufen. Es sei „eine gute, aber nicht die hochpreisigste Wohnlage“, so Gehrlein. Gero sei ein Projektentwickler, jedoch kein „Bestandshalter“, begründet der Vorstand die Vorgehensweise.

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