Queichheim RHEINPFALZ Plus Artikel Baugebiet in Queichheim mit Solar an der Lärmschutzwand?

Auf den Lärmschutzwall soll auch noch eine Lärmschutzwand aufgesetzt werden.
Auf den Lärmschutzwall soll auch noch eine Lärmschutzwand aufgesetzt werden.

Das Rebhuhn ist schuld: Der scheue Wildvogel und einige Insekten waren echte Zeitfresser und haben die Planung des Neubaugebietes Südlich Breiter Weg in Queichheim um fast zwei Jahre verzögert.

Aber jetzt soll das Projekt wieder Fahrt aufnehmen, wie Bauamtsleiter Christoph Kamplade im Bauausschuss sagte. Nächster Schritt ist eine Baulandumlegung, die sechs bis zwölf Monate dauern dürfte und dazu dient, aus sieben Parzellen bebaubare Grundstücke zu machen.

Auf dem fünf Hektar großen, rechteckigen Areal zwischen dem südlichen Ortsrand von Queichheim und der L509 sollen rund 100 Wohneinheiten entstehen, überwiegend in Einfamilien- und Doppelhäusern. 2017 waren zunächst noch 140 Wohneinheiten geplant gewesen, aber das hatte sich dann doch als zu dicht herausgestellt. Kleingärten, die am Südrand des Geländes vorgesehen waren, wird es nicht geben. Dafür sei das Areal zu wertvoll und der Zuschnitt zu ungünstig, erläuterte Kamplade.

Regenwasser versickert

Das Wohngebiet soll durch eine Ringstraße erschlossen werden. Anders als in vielen Neubaugebieten, die derzeit in den Stadtdörfern geplant werden, ist die Regenwasserversickerung dort aufgrund der sandigen Böden kein Problem. Ein bereits bestehender Lärmschutzwall mit Wand soll für einen sieben Meter hohen Schutz vor Verkehrslärm sorgen.

Energie Südwest will dort „kalte Nahwärme“ anbieten und in einem Rohrsystem Wasser zirkulieren lassen, das mit Erdwärme und Solarpaneelen, die möglicherweise an der Lärmschutzwand montiert werden, erwärmt wird. Wärmepumpen in den einzelnen Häusern sollen daraus genügend Energie für die Warmwasser- und Wärmeversorgung ziehen. Laut Kamplade gibt es für dieses Modellprojekt eine Förderung. Einen Anschlusszwang werde es nicht geben, aber vermutlich würden die meisten Anlieger das Angebot gerne nutzen. Kamplade erwartet, dass die Kalte Nahwärme auch in den anderen Neubaugebieten eine Option werden wird.

Ortsvorsteher Jürgen Doll (CDU) zeigte sich hochzufrieden mit dem modernen Neubaugebiet, in dem es einen Spielplatz geben werde, Schottergärten verboten, Streuobstwiesen teilweise erhalten und in Grünzüge einbezogen und zukunftsfähige Ideen umgesetzt würden.

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