Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Auf dem Rücken der Helfer

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Impfstoff und Impfbereitschaft der Bevölkerung sind da. Das Land versäumt es, diese zu nutzen. Es braucht mehr Möglichkeiten. Jetzt.

Der Andrang ist groß. Immer mehr Leute wollen die Impfauffrischung. Laut der stellvertretenden DRK-Teamleiterin des Impfbusses, der am Donnerstag in Landau war, werden es von Termin zu Termin sogar mehr. Trotzdem weisen die Busse ab Impfwillige zurück, wenn die Ehrenamtlichen Feierabend haben. Weil sie ihre Arbeitszeiten einhalten wollen. Das ist verständlich, aber nicht vertretbar. Denn wir stecken mitten in einer Krise, die ist um 16 Uhr nicht vorbei. Es gibt nur einen Ausweg: impfen, impfen, impfen.

Das hat schon die erste Impfkampagne im Sommer gezeigt. Doch dazu braucht es mehr Möglichkeiten. Das heißt nicht, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer Überstunden machen sollen. Die tun schon, was sie können und werden dafür noch beschimpft. Land und Kommunen sind gefragt. Diese müssten jetzt Arbeitskräfte abstellen. Zum Beispiel aus Abteilungen, die weniger gebraucht werden. Die Helfer könnten dann im Schichtbetrieb arbeiten. Außerdem sollten noch mehr Busse durch das Land fahren.

Doch nicht nur Impfbusse sind überfordert. Auch die Arztpraxen können dem Ansturm an Impfwilligen nicht gerecht werden. Es war falsch, die Impfzentren zu schließen. Einige müssen wieder öffnen. Damit es läuft wie im Sommer.

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