Lokalsport Südpfalz Zukunftsinitiative FCK: Warum nicht am Tisch mit Idrissou?
Die Zukunftsinitiative FCK trifft sich am 11. April mit Unternehmern in Landau. Schirmherr Gero Scira hofft dabei, einige Geldgeber für den Fußball-Drittligisten zu gewinnen. Dabei helfen sollen bekannte Gesichter.
Waldsee, Waldfischbach, Rodenbach, Dierbach, Alzey und Landau heißen die Stationen der Zukunftsinitiative FCK. Scira und sein Team veranstalten dort Unternehmerabende, bei denen sie Unternehmen der Umgebung dafür begeistern wollen, in den 1. FCK Kaiserslautern zu investieren. Besonders in Landau verspricht sich Scira viel: „Hier gibt es eine andere Industrie als zum Beispiel in Waldfischbach. Wir können den Abend auch über das lokale Radio bewerben.“
Am 11. April treffen sich die Veranstalter um 19 Uhr mit Interessenten der Region in Dirks Diner, der Vereinsgaststätte des SV Landau-West. Der Veranstalter rechnet mit etwa 25 teilnehmenden Unternehmen. Scira plant die Abende, ist zuständig für Social Media und bringt die potenziellen Partnerunternehmen herbei. Sein Partner Zoltan Toth leitet die Präsentationen der Abende, FCK-Aufsichtsratsmitglied Paul Wüst sorgt für die emotionale Komponente.
Emotionale Überzeugungsarbeit sollen auch prominente Gäste leisten. Für den Abend in Landau hat Scira bereits Hans-Peter Briegel angefragt: „Prominente Gäste sind ein Anreiz für viele Unternehmen an dem Abend teilzunehmen. Die Überzeugungsarbeit vor Ort leisten wir jedoch selbst.“
Neben Briegel käme auch Mohamadou Idrissou in Frage. „Obwohl Mo schon lange nicht mehr hier spielt, interessiert er sich nach wie vor für den FCK. Ich werde ihn mal fragen“, sagt Scira. Idrissou spielte von 2012 bis 2014 für den FCK.
Neben Unternehmen und prominenten Gästen werden auch Plätze für Fans freigehalten, die über die Medien Werbung für die Veranstaltungen machen sollen. Scira erwartet in Landau überwiegend jüngere Teilnehmer: „In der Regel kommen bei den Abenden Unternehmer zwischen 30 und 45 Jahren. Das wird auch in Landau so sein. Die älteren sind schon verbrannt.“
Das Team möchte die Basisarbeit betreiben, die, meint Scira, früher versäumt worden sei. „Wir wollen an der Grundidee festhalten, dass jeder Bäcker der Region besucht werden soll.“ In der Regel nehmen an den Unternehmerabenden Handwerksbetriebe, Finanzunternehmen und Telekommunikationsfirmen teil.
Am ersten Abend in Waldsee konnten Scira und sein Team zwölf Abschlüsse und eine Summe von 25.000 Euro verzeichnen. Eine ähnlich hohe Resonanz erwartet der Limburgerhofer auch in Landau. Beim zweiten Abend waren es lediglich 8000 Euro. Für die Zukunftsinitiative geht es aber nicht nur ums Geld. „Es geht mehr um das Image. Wenn man sieht, dass viele Leute und Unternehmen der Region hinter dem Verein stehen, hat das eine Sogwirkung. Auch auf mögliche Großinvestoren“, sagt Scira. Am Ende der sechs Abende wollen die Veranstalter 100 Partner überzeugt und 250.000 Euro eingenommen haben.
Der Verein gibt Rückendeckung. „Der FCK unterstützt uns. Wir haben eine separate Loge, wo wir auch mal Partner auf den Betzenberg einladen.“
Scira selbst hat keinen Einfluss darauf, wie das Geld verwendet wird. „Wir haben keine Funktion. Wir können nichts entscheiden. Wir versuchen Partnerschaften über unseren Vermarkter Lagardere zu vermitteln. Ob das Geld dann in den e. V. oder in die KGaA fließt, entscheiden andere.“
Für den 36-Jährigen ist die Zunkunftsinitiative FCK eine reine Herzensangelegenheit. Der Chef eines KFZ-Meisterbetriebs ist seit 1997 FCK-Fan und seit 2010 FCK-Mitglied und besitzt eine Auswärtsdauerkarte. Die Zukunft seines Herzensvereins schätzt Scira realistisch ein. „Um irgendwann wieder in der Bundesliga zu spielen, braucht der FCK einen finanzstarken Investor. Und ich bin zuversichtlich, dass dieser kommen wird.“ Scira und sein Team können den FCK nicht retten. Aber sie wollen ihren Beitrag leisten, um ihn retten zu können. fesc