Lokalsport Südpfalz VTG mit mehr Kraft

STEINFELD/ANNWEILER (mame). Am 23. Spieltag der Fußball-Bezirksliga kommen Anhänger des gepflegten Derbys heute in Jockgrim (um 15 Uhr gegen die SF Steinfeld) und Billigheim-Ingenheim (um 16 Uhr gegen den SV Altdorf-Böbingen) auf ihre Kosten. Der VTG Queichhambach spielt heute um 16 Uhr gegen die aufstiegswillige DJK Phönix Schifferstadt.
Mit 4:1 siegte der VTG beim VfB Haßloch. Spielleiter Reinhold Dausch gerät schier ins Schwärmen: „Es macht einen Riesenspaß, es ist der Wahnsinn, was einige, beispielsweise Philip Nickel, läuferisch leisten. Klar, wir machen noch Fehler, aber jeder ist bereit für den anderen zu kämpfen.“ Konditionell sei die Elf jetzt auf dem Höhepunkt nach einer langen, sehr guten Vorbereitung: „Wir sind jetzt eingespielt, haben viel mehr Kraft im Spiel nach vorne und stehen hinten stabil, bekommen nur wenige Gegentore - auch dank unseres überragenden Torwarts Daniel Brust.“ Die Folge aus all dem Positiven: „Wir sind auch gegen Phönix Schifferstadt sicherlich nicht chancenlos“, glaubt Dausch. Platz vier wäre seiner Einschätzung nach im Erfolgsfall noch zu holen, „die Plätze sechs bis neun wären jedoch noch befriedigend im ersten Jahr unseres Projekts nach dem Neuanfang“. Weil der Verein heute auch noch Schlachtfest feiert, rechnet Dausch mit großem Publikumsandrang. Komplett verdreht ist die Ausgangslage bei der SG Steinfeld/ Schweighofen/Kapsweyer – nach der 0:6-Pleite der Vorwoche gegen den FSV Schifferstadt. SG-Spielertrainer Joachim Burkhart: „Kaum einer bei uns hatte Normalform, dazu hatten wir viele Ausfälle. Mit dem kleinen Kader ist das schwer zu kompensieren.“ Weil auch in dieser Woche mit Ibrahim Topak, Sebastian Bollinger, Christian Pabst, Jan Schönmann, Michael Argus und Patrick Grimm eine halbe Mannschaft aus beruflichen Gründen oder verletzungsbedingt fehlt, muss der Kader wieder mit Spielern aus der zweiten Mannschaft ergänzt werden. „Das ist nicht einfach zurzeit, zum Glück haben wir noch etwas Luft nach unten. Aber den Vorsprung dürfen wir nicht leichtfertig verspielen und die Mannschaft gibt sicher auch nicht freiwillig die Punkte her“, meint der Trainer. Gegen Schifferstadt hatte man auffallend große Probleme mit den hohen Bällen, die der Gegner spielte. In Jockgrim sieht Burkhart die Gefahr von anders wo kommen: „Wahrscheinlich geht es auf den kleinen Kunstrasenplatz, dazu ist der Gegner mit dem neuen Coach schwer einzuschätzen.“ Das 0:6 will er vergessen: „Schifferstadt ist eine gute Mannschaft, die einen guten Tag hatte. Wir hatten einen schlechten Tag und bekamen dann noch direkt nach der Halbzeit die Rote Karte. Dann konnten wir selbst das 0:3 nicht mehr verwalten.“ Es kann nur besser werden.