Lokalsport Südpfalz Vor Mallorca noch mal Tempo im Schlamm

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OFFENBACH. Bei widrigen Bedingungen blieb die große Überraschung beim 2. Offenbacher Queichtal-Crossradrennen aus. Favorit Felix Drumm fuhr in der Männer-Elite einen tadellosen Start-Ziel-Sieg ein. Der Rheinzaberner Sieger Sascha Starker fuhr auf den dritten Platz.

Es war ein souveräner Sieg, den der Deutsche Meister der U23 in Offenbach einfahren konnte. Obwohl die tiefen und schlammigen Böden der Queichwiesen den Fahrern und deren Rädern ganz schön zusetzten, hielt der Zweibrücker sein Tempo über die gesamte Renndistanz hoch. Seine Verfolger Gerrit Rosenkranz und Sascha Starker vom Radsport360-Racing Team schüttelte er ab der dritten Runde ab, nach der Hälfte der Renndistanz stand sein Sieg quasi fest. „Ich wusste, dass ich hier Favorit bin“, so Drumm nach dem Rennen. Die Strecke habe ihm viel abverlangt: „Es ist ein flaches Rennen, gerade der Schlamm auf den Wiesen und das Maisfeld sind schwer zu fahren.“ Gegen Ende des Rennens wollte der 22-Jährige dann nichts mehr riskieren und wechselte jede zweite Runde sein Fahrrad. In der „Waschstraße“ im Start- und Zielbereich befreiten seine Helfer das verschmutzte Rad vom Dreck, ehe Drumm wieder heranrauschte. „Das geht schon aufs Material“, warnte Drumm. Gerade für einwandfreies Schalten ist die Reinigung wichtig. Der falsche Gang im falschen Streckenabschnitt ist kräfteraubend und kann bei engerem Rennverlauf die Entscheidung bringen. Drumms Saison ist jetzt in der Halbzeit, wie er sagt. Nächste Woche geht es mit den Teamkollegen ins Trainingslager nach Mallorca. Fahrradfahren statt Ballermann. „Es stehen noch internationale Rennen für mich an, dann geht es auch um die WM-Nominierung“, so der Sieger zum weiteren Saisonverlauf. „Die Form ist noch nicht, wie sie sein sollte, aber bis zur nächsten Deutschen Meisterschaft sollte es passen“, so Drumm bescheiden. Nur Sekunden nach seiner Zieleinfahrt fing es zu regnen an. Glück für den Sieger, Pech für den Rest des Fahrerfeldes, der die letzte Runde nun durchnässt zu Ende fahren musste. „Das ist halb so schlimm“, sagte der Drittplatzierte Sascha Starker und lachte. Nach seinem Start-Ziel-Sieg in Rheinzabern hatte der 27-Jährige aus Bensheim am Samstag keine Chance auf den Sieg. „Der Kurs ist nicht so mein Fall gewesen. Gerade da hinten im Acker zu fahren, das ist wirklich keine Freude“, so Starker. „Und gegen Felix hätte ich nie, nie eine Chance.“ Sein Teamkollege Rosenkranz fuhr auf den zweiten Platz. „Es lief sehr gut, das war heute das erste Rennen seit fünf Jahren für mich“, sagte der 32-Jährige aus Langenbach im Westerwald. „Ich habe mir direkt gedacht, dass es hier heute uninteressant wird“, so Rosenkranz. „Wir haben uns überlegt, ob wir zusammen fahren sollen, Sascha war auch sehr dicht an mir dran.“ Danach zog Rosenkranz davon, hielt sein Tempo und seinen Kollegen auf Abstand. Auch Rosenkranz wechselte den Untersatz, allerdings nicht präventiv, sondern notgedrungen. „Ich bin eine Runde mit plattem Reifen gefahren und habe dann mein Rad gewechselt. Das war dann natürlich auch ein Vorteil gegenüber Sascha.“ Die Veranstalter waren zufrieden mit dem zweiten Radcrossrennen in Offenbach. „Ich denke, es hatte einen hohen sportlichen Wert und kam auch bei den Fahrern gut an. Wir hatten etwa 20 Prozent mehr Teilnehmer als letztes Jahr“, so Andreas Gensheimer, Sportwart des RV Vorwärts Offenbach. |meyd

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