Lokalsport Südpfalz Ums Minfelder Triple

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MINFELD (kebe). Im Idealfall wird der SV Minfeld am Wochenende innerhalb von 22 Stunden drei Fußball-Meister feiern. Den Anfang können die Landesliga-Frauen am Samstag ab 17 Uhr machen. Sie benötigen als Tabellenführer einen Sieg gegen den Tabellenvierten TuS Knittelsheim. Für Coach Karl-Heinz Eberle wäre es der vierte Titel in drei Jahrzehnten.

„Es wäre aber der bisher einzige, der völlig überraschend wäre. Das war zu Saisonbeginn undenkbar“, sagt der 60-Jährige. Beide Teams treffen am 5. Juni in Rülzheim im Pokalfinale erneut aufeinander. Eberle warnt vor einem kampfstarken Gegner und erinnert an das Hinspiel. Goalgetterin Nicole Ulm gelang erst mit dem Schlusspfiff der Ausgleich zum 1:1. Ulm könnte mit drei Treffern noch zu Lena Ackermann (26 Treffer) in der Scorerliste aufschließen. Ackermanns Göcklinger Fortunen sind spielfrei und können nicht mehr in den Titelkampf eingreifen. Bei einem Remis in Minfeld und einem Sieg des Tabellendritten FC Speyer 09 in Lachen-Speyerdorf käme es am 25. Mai zu einem Entscheidungsspiel. Tatsächlich in die Verbandsliga hoch zu gehen, das hält Eberle wegen der weiten Anfahrtswege und dem überschaubaren Kader für eher unwahrscheinlich. Dies sieht bei der zweiten Männer-Mannschaft als Spitzenreiter der D-Klasse Ost anders aus. Sie will auf jeden Fall in die C-Klasse Ost hoch. Am Sonntag (13 Uhr) kommt es zu einem echten „Endspiel“ gegen den punktgleichen Verfolger FV Germersheim. Der drittplatzierte FC Phönix Bellheim III kann die Führenden noch einholen, wenn sie unentschieden spielen, hat aber kein Aufstiegsrecht. Das Hinspiel in der Rheinstadt gewannen die Blau-Weißen mit 2:1. Kurios: Auch die Vorrunde beendeten beide Teams punktgleich. Die ersten Mannschaften beider Vereine treffen am Sonntag um 15 Uhr aufeinander. Der FVG sicherte sich mit einem 1:1 im hitzigen Hinspiel die „Herbstmeisterschaft“. Durch vier Niederlagen in der Rückrunde ist die Truppe von Spielertrainer Dimi Balea auf den vierten Platz zurückgefallen. Für den Rumänen war das 2:2-Remis gegen den SV Hatzenbühl nach 2:0-Führung zum Jahresauftakt das Schlüsselspiel. „Minfeld ist ein hervorragend geführter Verein und war schon im Hinspiel die bessere Mannschaft. Wir wollen gewinnen, sie müssen hart um den direkten Titel kämpfen“, sagt der Germersheimer Trainer. Hinter Minfeld lauert der SV Hatzenbühl mit zwei Zählern weniger. Der SVH tritt zeitgleich beim SV Erlenbach an. Minfelds Coach Olaf Kuhn vertraut dem guten Aufbauspiel und der stabilen Abwehr seiner Elf. Es geht auch um die Torjägerkanone: Minfelds Julian Müller (33 Treffer) führt vor Nganamodel Modesta (32) vom FC Neupotz und Hatzenbühls Adrian Cebulla (31). Für SVM-Spielleiter Rainer Schaber, Jahrgang 41, wären „drei Titelgewinne ein historischer Moment.“ Schaber errang als Spieler in der Saison 1960/61 mit dem SVM den Kreis- und Bezirkspokal. An das Meisterschaftsspiel in jener Saison erinnert er sich noch genau: „Der FVG wurde damals souverän Meister, wir landeten im oberen Mittelfeld. Doch in Minfeld haben wir nach 0:3-Rückstand zur Pause noch 4:3 gewonnen. Unser Trainer hieß damals Gerhard Schmidt, der zuvor beim FK Pirmasens spielte.“ Für Schaber wäre es der dritte Aufstieg in die A-Klasse Süd nach 1972 und 1996. Bei Punktgleichheit von Minfeld und Hatzenbühl käme es am 24. Mai in Büchelberg zu einem Entscheidungsspiel (18.30 Uhr).

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